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WIG schweißen lernen
#1
Sorry, der Inhalt wurde auf Wunsch des Users entfernt.
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#2
Welding. unglaublich, da ist doch tatsächlich der Name Programm Laught

Ich weiß noch nichtmal was WIG ist..
In Deutschland werden 320.000 Coffee to Go Pappbecher weggeworfen. Pro Stunde!
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#3
Hi Micha, das kann ich so nicht einfach bestätigen, ich beschäftige mich schon längere Zeit mit WIG Schweißungen (Gleichstrom). Meine Erkenntnisse bislang, um falsches Verständnis hier zu vermeiden:

WIG ist tatsächlich nichts, um Meter herunterzubraten. Mit Übung sehen die Schweißnähte auch recht schnell vernünftig aus. Aber genau hier liegt auch das Problem: Bei WIG kann eine Schweißraupe wunderbar aussehen, aber die Schweißwurzel dennoch fachlich vollkommen falsch ausgeprägt (oder gar nicht ausgeprägt!) sein. Bedeutet: Man bewundert sein Ergebnis und schätzt es mangels Fachkenntnis total falsch ein. Ein Desaster, wenn man eine stabile Vorrichtung für die Werkstatt oder gar einen Aquarienuntergestellt schweißt!

Die unschönste, aber sicherste Schweißart jenseits von Blechen ist sicherlich die Stabelektrode. Häßlich, aber der Einbrand und die Ergebnisse sind in der Regel auch belastbar. Danach kommt MIG/MAG und erst dann WIG.

Das sollte man berücksichtigen, wenn man mit solchen Schweißmethoden anfangen möchte, und sich keinen Illusionen hingeben. Am besten ist eine fachkundige Anleitung, ggf. übt man fleißig und hat einen Schweißer, Schlosser o.ä., der regelmäßig die Ergebnisse begutachtet und offen Feedback und Hinweise gibt. Alternativ bieten sich auch Schweißkurse für Amateure an, die Firma Merkle hat sowas im Angebot. Da werde ich auch nochmal hinwandern.

Insgesamt habe ich schon viel Schweißerfahrung, gewinne aber auch immer mehr Respekt vor der Sache und verstehe, dass jede Sparte eines Fachschweißers bis hin in ein eigenes Ingenieurstudium reicht, das kann man eben nicht mal so in der Garage lernen. Zumindest, wenn man schließlich ein Aquarium draufstellen will von rund ner Tonne.
Vorsicht ist keine Feigheit, und Leichtsinn kein Mut!

Ich hab auch schon Fehler gemacht. Das passiert jedem mal. Wichtig ist, dass man daraus lernt!
...und Zeugen beseitigt ...und umzieht!
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#4
Hi Micha, bei manchen Dingen wie einem Maschinenständer für eine teure Maschine, oder eben einem Aquarium, mag ich ich die Lernkurve lieber vorher haben ;-)
Vorsicht ist keine Feigheit, und Leichtsinn kein Mut!

Ich hab auch schon Fehler gemacht. Das passiert jedem mal. Wichtig ist, dass man daraus lernt!
...und Zeugen beseitigt ...und umzieht!
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#5
Hallo Bastler,

ich möchte mich ungern in die Wissenschaft der Schweißtechniken einarbeiten.
Was ich allerdings gerne hätte, wäre eine günstige Schweißausrüstung, mit der man
kleine Sachen erledigen kann. Z. B. Mutter auf Blech fixieren oder Nagel außen an Mutter fixieren.
Einen Lehrgang will und kann ich nicht besuchen; Bekannte in der Nähe, die mir das zeigen konnten,
gibt's nicht.
Also Learning by Doing in der Garage.
Was brauche ich?

Viele Grüße
Mathias
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#6
Hallo Helge,

was ist ein Sigmagerät?

Viele Grüße
Mathias
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#7
Hallo Mathias,
so pauschal kann man das nur schwer beantworten, ich versuche mal eine Übersicht zu geben. Je nach Auswahl schreib mal, was Dir dazu einfällt und dann sehen wir weiter. 

Kernfragen, die Du unbedingt noch klären musst:
- Was genau schweißen, und wo?
- Definiere "günstig" für Dich! Ist kein Rückschluss auf Deine Solvenz, sondern was Du in das Thema bereit bist zu investieren.
- Welches Material willst Du verbraten?
- Wie ist Deine sonstige Ausstattung (Platz, 1-2 Winkelschleifer...?)
- Wie sind Deine allgemeinen Vorkenntnisse mit Metallarbeiten (keine Wissenschaft, sondern praktische Handhabung, ein gewisses "Gefühl" für das Material, das ich aktuell erst langsam bei Holz lerne)

Ich schreibe gleich mal im Metallbereich den passenden Thread dazu!
Vorsicht ist keine Feigheit, und Leichtsinn kein Mut!

Ich hab auch schon Fehler gemacht. Das passiert jedem mal. Wichtig ist, dass man daraus lernt!
...und Zeugen beseitigt ...und umzieht!
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#8
Hallo Stephan,

ganz herzlichen Dank für Deine Mühe Thumbs Up 

Ich fange mal mit eventuell relevantem, unterstützendem Equipment an:
  • Flex
  • Bandschleifer
  • Metallsägen
  • Diverse Aufsätze für die Bohrmaschinen wie Drahtbürsten, Fächerschleifer etc.
  • Säulenbohr/fräsmaschine mit Koordinatentisch
  • 360° Schraubstock mit Rohrhalterung etc.
  • Doppelschleifer, ungekühlt
  • Stulpenhandschuhe, Jacke und Schürze aus dickem Leder
  • Viel "grobes" Werkzeug
  • Chemikalien Wink 
Vorkenntnisse Metall:
Ich habe bisher fast nur mit Alu (= leicht) und ein wenig mit Kupfer gearbeitet.
Stahl nahm ich nur, wenn es wirklich nötig war. Da aber nur: Ablängen, feilen, entrosten, Gewinde schneiden.
Verbindungen habe ich immer mit Winkeln realisiert.
Fazit hier: Vorkenntnisse mangelhaft

Platz:
  • Werkstatt ggf. mit Absaugung
  • Garage ggf. mit Durchzug
  • Terrasse, teilweise überdacht
  • Diverse Abstellmöglichkeiten im Keller
  • (extrem tolerante Ehefrau ! )
Fazit hier: Kein Problem (denke ich)

Was und wo verarbeiten:
Das "Wo" sollte kein Problem sein.
Was? Wunschkonzert: Alu <kopfeinzieh>, meine Beispiele aus dem Fragepost - hier auch Stahl mit anderen Metallen (Cu, Al)

Budget:
So wenig wie möglich & so viel wie nötig. Eine Hobbyanlage, die nicht gerade der allerletzte Schrott ist.

Ich hoffe, diese Infos waren hilfreich
Mathias
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#9
Hallo Mathias,
mit den Angaben kann man doch schon eine große Menge anfangen. Und auch mit Deinem Equipment!

Deine Arbeiten an Alu werden Dir sicherlich sehr helfen. Dieses klebrige und zähe Material finde ich vom Bearbeitungsanspruch her deutlich schwerer zu bearbeiten als Stahl. Man braucht mehr Feingefühl und muss präziser die Werkzeuge führen. Bei Stahl bricht einem nur schneller mal der Bohrer ab  Shy

Zu Deiner Werkstattausrüstung:
Da brauchst Du faktisch nichts mehr zukaufen, zumindest vorerst! Vielleicht mal einen zweiten Winkelschleifer, hab mir da zwei gebrauchte WS von Bosch (125 und 230) gekauft, und einen neuen. Den 230er nehme ich gerne mit einer massiven Schruppscheibe, da geht dann schnell und ordentlich was mit weg. Schruppen niemals mit Trennscheibe, aber das weißt Du sicherlich. Den 125er hab ich mit Kickback-Control, Drehzahlanpassung uvm. als gutes und teures Gerät, kommt für Feinarbeiten zum Einsatz.

Also Haken an die Ausstattung, da bist Du schon prima unterwegs! Schau dann eben nochmal über die Kleidung drüber, besonders die Schuhe sollten nicht aus Synthetic sein. Hose mit den Beinen lieber ein wenig zu lang kaufen und mit Hosengummi umstülpen wie bei der Bundeswehr oder Katastrophenschutz. Übrigens auch prima gegen Zecken im Wald..... ich schweife ab.

Vorkenntnisse: Schonmal eine gute Grundlage, wenn man das Material schonmal kennt und einschätzen kann. Sehe ich bei Deinen Arbeiten durchaus als gegeben an!

Platz: Tja, kommt auch auf Deine Projektgrößen an! Wichtig ist, dass Du für Deine Werkstücke ein Referenzbezug hast. Bei einem Rohrrahmen in 2000*700*600mm (Metallermaße sind gewöhnlich in mm) kann das eine schöne große MDF-Platte sein, die sind wunderbar eben und eignen sich dafür gut. Nur drauf schweißen ist schlecht, da muss dann nochmal ein Blech drauf, oder Du zwingst Rahmenkonstruktionen leicht diagonal versetzt über den Tisch fest: Dann sind die Ecken jeweils überstehend frei und prima zu schweißen!

Such Dir halt eine Stelle, die leicht sauber zu halten ist, damit keine Glutnester entstehen können. Sauberkeit ist noch viel wichtiger als in jeder Holzwerkstatt! Kleinere Projekte klingen doch nach einem Sitzplatz mit Absaugung, auch prima zum Lernen! Größere machst Du dann halt auf Deiner Terasse oder in der Garage. Im Keller finde ich nicht so gut geeignet, da die Schweißrauche im Haus verteilt werden, besonders mit Kindern im Haus nicht so gut. Das Zeug ist wirklich nicht "ohne".

Tolerante Ehefrau? Hab ich auch, sie bastelt auch sehr gerne Heart . Sobald aber die Flex oder das Schweißgerät angehen, geht sie stiften Confused . Sie hat es nicht so mit heißen Funken und Metallspritzern. Aber so an Tischbohrmaschine arbeitet sie gut, an Kreissäge, Abrichte oder auch Flachdübelfräse und Schleifer. Als gelernte Optikerin hat sie auch einen handwerklichen Bezug und sehr ruhige Händchen. Hach Heart Heart Heart

Aaaalso, meine Empfehlung an Dich, unter üblichem Vorbehalt wegen Ferndiagnose und so, aber anhand Deiner Angaben kann man Dir schon sehr konkrete Empfehlungen aussprechen:

Zuerst wollte ich Dir zu einem kleineren MIG/MAG Gerät raten. Damit bekommst Du schon viel geschweißt, einige Geräte hierzu kann man auch zu Alu aufrüsten und dort Aludraht einlegen. Ebenso Edelstahl. Dann bist Du aber preislich auch schon recht fortgeschritten, denn alles einzeln zu kaufen, bis man da eine Ausstattung hat, läppert sich auch. Daher hab ich mein MIG 190 von Güde nicht umgerüstet, sondern das angeschafft, das für Dich vermutlich auch die brauchbarste Lösung ist:

Ein WIG-Gerät!

Folgende Überlegungen stecken bei der Empfehlung für Deine Beschreibung dahinter:
- Du hast oft wechselndes Material, bei WIG wechselt man ggf. die Elektroden (grau und gold gehen aber so ziemlich bei allem) und den Schweißzusatzstoff. Da hast Du dann ein paar Stangen Stahl, Edelstahl, ggf. Alu... und das war's. Keine fetten Anschaffungen, beim MIG Gerät bräuchte man je Material unterschiedliche Seelen (Führungen im Schlauchpaket), ggf. Vorschubrollen und Stromdüsen. Ist umständlich zu wechseln, meist kauft man sich gleich ein ganzes Schlauchpaket mit BInzel 15 zum Wechseln, da bist Du aber schon wieder beim Hunderter.
- Du kannst "kleiner" Einsteigen mit einem Gleichstromgerät (DC), damit geht dann Stahl (und Edelstahl), man kann das Schweißverfahren testen und üben, üben, üben
- Wenn es Dir liegt, kaufst Du Dir irgendwann mal für gutes Geld ein Gleich- und Wechselstromgerät (AC/DC), mit dem geht auch Alu
- Du musst also nicht direkt mit dem teureren AC/DC-Gerät einsteigen, hast aber schonmal eine sehr große Auswahl an Möglichkeiten
- Die brauchbaren Geräte hier erlauben eine Pulsfunktion, das ist wie "Schweißen in Zeitlupe". Generell sollten Schweißungen schon zügig laufen, um das Material nicht zu verziehen und zu vermeiden, dass es versprödet. Aber mit der Pulsfunktion kann man auch feinste Bauteile sehr gut schweißen, besonders später bei Alu ist das meist nötig. Also schadet es nicht, es schonmal zu üben.
- Man kann kleine Helfer bei WIG schon einfach zukaufen, da gibt es u.a. eine Schleifhilfe (StiloTIG), Zuführhilfe u.v.m., je nach Wunsch und Bedarf
- Wichtig ist nur, dass Du die Schleifmittel immer material- und sortenrein hälst, eine mal am Stahl verwendete Drahtbürste eignet sich nicht mehr für die Säuberung bei Edelstahl. Das bringt nur unedlere Metalle ein, damit Verunreinigungen, die spritzen wie die Sau und verderben die Schweißnaht, auch technisch, nicht nur optisch. Gleiches gilt für die Anschleifmittel der Wolframnadeln.
- Du schaffst Dir eine Gasflasche an, z.B. 10 oder 20 Liter Argon 4.6 (reicht völlig aus). Bei MAG-Schweißen braucht man ggf. mehrere Flaschen, je nach Auftrag und Material.
- Bei Bedarf kannst Du mit eigentlich jedem WIG-Gerät auch sehr vernünftig mal auf Elektroden umsteigen (MMA)

Was sind geeignete Geräte?
Vor Deiner Entscheidung stand ich auch vor etwa vier Jahren und habe mich für das Gerät entschieden:
http://www.stahlwerk-schweissgeraete.de/...uls-s.html
Meine Gründe für das Gerät waren:
- Ich war dort zum Probeschweißen und hab mir das Gerät ausführlich erklären lassen (sind in der Nähe von Bonn)
- 5 Jahre Garantie bei einem Chinagerät sind ein Wort, die Firma gibt es auch schon lange und unter der Adresse und Namen, da hatte ich wenig Bedenken
- Ersatzteile problemlos erhältlich, aber noch nie nötig
- Wiederverkauf (müsste ich dann dieses Jahr machen) mit Restgarantie ist immer besser, als wenn man eine olle Möhre verTIGt  Laught
- 230V sind damit hochflexibel, wobei man bei mehr als 120A auch eine gute Sicherung braucht. Und eine dicke (min. 2,5mm²) Zuleitung.
- Verarbeitung und Ausstattung haben mich bis heute sehr überzeugt, ebenso die Leistungsdaten des Geräts
-> An den Punkt musst Du halt nochmal schauen, da ich nicht weiß, welche Stahlträger Du da verbraten willst!

Angeschaut hatte ich mir damals noch das Gerät hier und am gleichen Tag auch zur Probe geschweißt (war eine richtige NRW-Tour):
http://lcdvision-schweisstechnik.de/Digi...-230V-IGBT

Gründe damals für und gegen das Gerät (neben dem Preis von etwa 150€ mehr):
- Die Firma hatte damals gerade (wieder) einen Namenswechsel vollzogen und reparierte Geräte des "alten" Labels nur auf Kulanz bzw. Rechnung, wenn überhaupt
- Übliche 2 Jahre Gewährleistung anstelle 5 Jahre
- Bauchgefühl bei den beiden im Kundenservice, wo wir mit den Leuten sprachen und unter Anleitung probiert haben

Insgesamt gab es das gefühlt robustere Gerät bei Stahlwerk. Inzwischen würde ich mir aber eher das von LCD Vision wünschen. Die analogen Einstellungen am Stahlwerk Gerät sind prima zum Lernen, aber schlecht, wenn man Schweißparameter mal ausprobiert hat und wiederholen möchte. Ich mache dann bei Bedarf ein Handybild von den Drehknöpfen, um zumindest ungefähr wieder in den Bereich zu kommen. Außerdem sind die Knöpfe beim Stahlwerk sehr dicht zusammen und schwer mit Handschuhen zu bedienen. Auch das geht beim LCD Vision besser.

Inzwischen liebäugle ich mit einem Gerät in der Art des LCD-Vision, aber eben mit AC/DC-Funktion. Klar, das ist eine ganz andere Hausnummer und in dem Gerätebereich kann man schon nach kleinen Gebrauchtgeräten schauen. Hier im Westerwald ist ein recht gut scheinender Schweißshop, aber auch andere haben häufig mal kleine Kompaktgeräte von Gelegenheitshandwerkern, die aufrüsten und ihr "Altgerät" in Zahlung geben. An denen kann meist nicht viel dran sein, aber man muss eben auch genau schauen.

Interessant ist noch die Variante eines Geräts in Kombi von MIG/MAG und TIG (da kommt Elektrode (MMA) immer gleich mit). Aber ist wenig flexibel und Du brauchst stets mindestens zwei Gasflaschen für das Gerät zum Wechseln.

Ich habe mir noch den Plasmaschneider gekauft:
http://www.stahlwerk-schweissgeraete.de/...er-cut-50/
Nettes Gerät, aber man brauch sehr viel Druckluft und eine wirklich gute Belüftung!

Nicht zu empfehlen sind die vielen Kombigeräte, besonders bei den beiden verlinkten Anbietern, die Schweißgerät und Plasmaschneider vereinen. Meine Begründung: Druckluft ist immer sehr unrein im Vergleich zu den Schweißgasen. Sie enthält Metallpartikel aus Kessel und vom Verdichterkopf des Kompressors, Ölrückstände und Kondenswasser. Das mag ich nicht in der gleichen Leitung haben, die dann später sauberstes Schutzgas transportieren soll! Zwei Versuche mit solchen Kombigeräten waren erbärmlich, und ich kenne auch niemanden, der die Kombifunktion dauerhaft nutzte. Die meisten haben dann das Plasmagerät separat irgendwo stehen, wird schon seinen Grund haben, vermutlich die gleichen Erfahrungen, die ich auch gemacht habe.

Was Du nun davon als Basis für Deine Entscheidung nimmst, musst Du am Ende selbst entscheiden. Aber ich hoffe, Dir (und auch anderen) mit der Gerätewahl geholfen zu haben. Wenn man sich mit beschäftigt, kommen einem halt doch immer wieder die gleichen Fragen am Ende.

Ansonsten: Weiter fragen!
Vorsicht ist keine Feigheit, und Leichtsinn kein Mut!

Ich hab auch schon Fehler gemacht. Das passiert jedem mal. Wichtig ist, dass man daraus lernt!
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#10
Hallo Stephan,

bitte entschuldige die späte Antwort. Ich habe Deine Beiträge wirklich 'zig Mal durchgearbeitet.
Memo @CTHTC: Wissensdatenbank!

Mein Problem ist einfach das folgende:

Was will ich wirklich?

Alu würde ich auf jeden Fall schweißen können. Ja, die "Königsklasse".
Ist wahrscheinlich vergleichbar mit meiner Liebsten und Boutiquen/Schuhgeschäften:
Das Teuerste gefällt und passt.
Doch da haben wir glücklicherweise eines gemeinsam:
Sie fragt sich: "Wie häufig ziehe ich das an?"
Oft (m. E. zu oft) wird nicht gekauft - und das nicht aus finanziellen Gründen.
Kosten/Nutzen ist da die Überlegung.

Mit dem Sümmchen, das eine vernünftige WIG-Anlage nebst Zubehör erforden würde,
könnte sich ein Bastelanfänger schon eine halbe Werkstatt mit einigermaßen guten Geräten kaufen.

Zumeist verarbeite ich mangels Quelle "Baumarkt-Alu", das via Winkel, Epoxy und Schrauben verbunden wird.
Und auch 0,8mm Bleche, die ich zumeist an der Überlappungsstelle einseitig mit Bohrungen versehe und
danach verklebe -> Klebepilze.
Das dickste Alu, das ich bisher verwendet habe, hatte 5mm Stärke und wurde mit einem Spezialkleber von Loctite verarbeitet.

Heißt für mich:
Die WIG-Schuhe werde ich nie auftragen.
Meine Werkstücke werden sich eher im Zentimeter- als im Meterbereich bewegen.

Natürlich habe ich auch versucht, zu recherchieren.
Dabei bin ich auf zwei (scheinbar) brauchbare Dinge gestoßen:

1. Elektroden für Alu
Das hätte für mich den Vorteil, dass ich auch eine Stahlmutter-Stahlnagel-Verbindung mit dem Equipment schweißen könnte.
Natürlich mit anderen Elektroden.
Gibt es Erfahrungen mit Alu-Elektroden?

2. Spezielles Alu-Lot
Z. B. hier zu sehen. Scheint für meine Alu-Arbeiten interessant zu sein. Gasbrenner und eine alte Kochplatte stünden zur Verfügung.
Auch hier: Gibt es Erfahrungen?


Interessehalber: Warum wird beim Schutzgasscheißen kein reiner Stickstoff benutzt?
Im Studium, wenn die Argon 9.8-Buddel leer war, bin ich auch mal auf Stickstoff gegangen - hat immer funktioniert.


LG
Mathias
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