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Winterzeit - der Luftfeuchtigkeit trotzen
#1
Hallo zusammen, 

der Herbst wird zwar heute hier um München wettertechnisch unterbrochen - aber er ist da. Und erst oft Nasskalt - wenn er abgelöst wird, kommt der Winter. 

Nein, es geht mir diesmal nicht um Heizungen, sondern um den Umgang mit der Luftfeuchtigkeit: In meinem Bastelkeller wird die Luftfeuchtigkeit nun wieder steigen...

Meine Maßnahmen beschränken sich derzeit daraus die empfindlichen Werkzeuge separat zu schützen - hier eine Aufzählung:
- Größere Metalloberflächen haben einen ganz leichten/dünnen Ölfilm
- Fräser u.a. teile Metallteile lagere ich in abgedichteten Boxen in denen ich zusätzlich Trockenmittel beilege.

Die Trockenmittel sind wiederverwendbare perlen. Neben 2x 1 KG Packungen die ich in Stoffsäckchen aufgeteilt habe, lege ich auch min je ein kleines "Fertigpäckchen mit Sichtfenster" bei. Dann kann ich auf einen schnellen Blick erkennen, wann die Trockenmittel ausgetauscht bzw. im Herd getrocknet werden müssen. Hier mal ein Bild dazu (Fräsen sind unter dem Schaumgummi):
   

Im letzten Winter hatte ich eine Luftfeuchtigkeit von ca. 60%
Die Temperaturen fallen "eigentlich" auch schon mal auf bis unter -3 Grad, dagegen setzte ich allerdings einen Heizlüfter an/ein, der per Sensor gegensteuert und als Minimaltemperatur ca 4 Grad über Null sicherstellen soll.

... - Zusätzlich packe ich den Leim in eine Box als Frostschutz.

Die Isolierung ist recht schlecht, allerdings habe ich auch nicht viele Möglichkeiten (der Raum befindet sich in einem Gemeinschaftseigentumsgebäude). Evtl. werde ich noch etwas dünnes Styropor an die Decke kleben...

Was haltet ihr davon bzw. wie schützt ihr eurer Werkstätten/Werkzeuge?
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#2
Interessant.

Eine RLF von 60% ist doch an sich in Ordnung, da gammelt bei mir nichts. Ich habe die Probleme mit der RLF eher im Sommer, da gehts ohne Hilfsmittel schon mal auf 85%. Warme Luft trägt mehr Wasser als kalte. Diese dringt in den Keller ein (undichte Türe), kühlt sich ab (Differenz drinnen/draußen diesen Sommer bis zu 22 Grad) und das Wasser kondensiert bzw. treibt die RLF so in die Höhe, dass schon mal die Innenwand schwitzt und das Wasser am Boden zusammenläuft.

Ich habe mich seinerzeit für einen elektrischen Entfeuchter entschieden. Der verbraucht zwar Strom, aber das tut das Hobby an sich ja auch. Im Sommer holt der (voreingestellt auf 70% RLF) rund 2-3 Liter Wasser pro Tag aus der Luft, im Moment fast nix mehr.

Allerdings fällt die Temperatur in meinem Keller im Winter auch nicht unter 9-10 Grad.

Gruß Monty
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#3
Ich komme ohne Luftentfeuchter aus.....dachte ich bis vor 14 Tagen. Da endeckte ich etwas Flugrost an der Führungssäule der Standbohrmaschine und an anderen Metallischen Oberflächen. An der nötigen Wärme liegt es nicht, mein Werkraum liegt mitten im Haus und hat eine gleichbleibende Temperatur. Die Luftfeuchte muss ich jetzt mal messen aber rein gefühlt dürfte die auch im Rahmen sein.
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#4
(13.10.2019, 23:18)Monty Burns schrieb: Interessant.

Eine RLF von 60% ist doch an sich in Ordnung, da gammelt bei mir nichts. Ich habe die Probleme mit der RLF eher im Sommer, da gehts ohne Hilfsmittel schon mal auf 85%. Warme Luft trägt mehr Wasser als kalte. Diese dringt in den Keller ein (undichte Türe), kühlt sich ab (Differenz drinnen/draußen diesen Sommer bis zu 22 Grad)  und das Wasser kondensiert bzw. treibt die RLF so in die Höhe, dass schon mal die Innenwand schwitzt und das Wasser am Boden zusammenläuft.

Ich habe mich seinerzeit für einen elektrischen Entfeuchter entschieden. Der verbraucht zwar Strom, aber das tut das Hobby an sich ja auch. Im Sommer holt der (voreingestellt auf 70% RLF) rund 2-3 Liter Wasser pro Tag aus der Luft, im Moment fast nix mehr.

Allerdings fällt die Temperatur in meinem Keller im Winter auch nicht unter 9-10 Grad.


Noch ist es bei mit in Ordnung - aber die Kondensation wird wieder kommen - vor allem, wenn ich in der Werkstatt wieder etwas länger bin und damit den Raum auch aufwärme, und danach aber wieder für ein paar Tage raus bin und alles bis fast auf Null unterkühlt. 

Dauerhaft die Temperatur auf z.B. 12 bis 15 Grad zu halten ist aufgrund der schlechten Isolation für mich keine Option - leider.
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#5
Ich habe auch nen elektrischen Entfeuchter drin stehen und kann bestätigen, dass der gute Dienste leistet. Schlimm wird es erst, wenn ich länger in meiner Rumpelkammer arbeite. Da habe ich das Gefühl das ich merke, wie die Luftfeuchtigkeit steigt.
Ich grüble gerade rum ne kleine Lüftugsanlage zu bauen, damit Frischluft reinkommt und nicht alles nur "steht".
... und wer mir was Gutes tun möchte: Amazon Wunschzettel

PS: Die Artikel bitte explizit an die "Wunschzettel Adresse" schicken lassen, ansonsten landen sie bei Dir. Wink
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#6
Hi.

Ich muss diesen Thread nochmal wiederbeleben.

Ich hatte ja - wie oben geschrieben - einen Entfeuchter im Keller, namentlich Trotec TTK 68E, der eine ziemlich gute Entfeuchtungsleistung hatte (bis zu 5 Liter am Tag nur in der kleinen Werkstatt). Der ist leider nach 1,5 Jahren kaputt gegangen. Diagnose: Kühlmittelverlust, ergo wirtschaftlicher Totalschaden.

Schicksal, dachte ich, und habe im Outlet des Herstellers den TTK 53E gekauft, der da mit etlichen anderen als "Rückläufer" angepriesen wurde und OVP deutlich unter Neupreis zu haben war. Dieser hat jetzt 6 Monate gehalten, und die Symptomatik deutet erneut auf spontanen Kühlmittelverlust hin.

Ich bin mal gespannt, ob die Ansage stimmt, dass die Garantie auch für "Rückläufer" gilt, dann nehme ich natürlich den Ersatz von denen.

Falls nicht, hier die obligatorische Frage in die Runde: Hat hier jemand so ein Gerät schon länger im Einsatz, und wenn ja welches? Wenn man so die Rezensionen zu diversen Fabrikaten im Netz liest, halten Kondensationstrockner wohl alle nicht sehr lange. Hauptausfallgrund ist eben jener (relativ spontan auftretende) Kühlmittelverlust.

Herrjeh, mein Kühlschrank basiert auf dem gleichen Prinzip (denn letztlich wird ja im Trockner auch nur Kälte erzeugt - oder besser Wärme entzogen) und der funktioniert seit 20 Jahren...  Angry

Alternativ gäbe es noch Adsorptionstrockner, die ohne Kompressor und Kühlmittelkreislauf arbeiten und wohl deutlich haltbarer sind, aber die Stromkosten treiben einem die Tränen in die Augen:

Kondens    450 Watt, max. 16 Liter/24h, für 5 Liter läuft der ~8 Stunden = 3,6 kWh
Adsorption 780 Watt, max. 9 Liter/24h, für 5 Liter läuft der ~13 Stunden = 10 kWh

Och nöööö...

Gruß Monty
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#7
Oh Monty: toi toi toi für die Garantiethematik!

Bei mir hat eine sehr einfache Deckenisolation (3cm Styropor auf Beton geklebt) schon für ein deutlich bessere Ausgangsbasis gesorgt. Zusätzlich habe ich nun einen Heizlüfter mit Sensorsteuerung:

Damit lag ich im Jan/Feb 2020 si zw. 7 und 9 Grad gesteuert - und bei Nutzung ggf. "hoch" auf ca 18 Grad. Die Kosten für die Strombeheizung sind erträglich (die Hauptwärme ging wohl wirklich über die unverblendete Betondecke raus).

Insgesamt nicht supertoll, aber doch recht brauchbar.

VG
Holger
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