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Zeitrafferaufnahme - womit filmen?
#1
Question 
Hallo Ihr Lieben,
ich brauche mal Eure Hilfe!

Unser Fertighaus wird in ein paar Tagen aufgestellt, genauer gesagt der Keller, im September kommt die Hütte selbst drauf.

Das wollen wir natürlich festhalten und per Intervallaufnahme. Mit der DSLR (Canon 60D mit Magic Lantern) habe ich reichliche Erfahrung, allerdings wird das aus diversen Gründen nicht sinnvoll sein. Stichworte dazu: Der Auslösezähler würde den mechanischen Verschluss extrem belasten, da der Aufbau über 2mal zwei Tage geht. Sie ist nicht witterungsgeschützt und meine Objektive darauf möchte ich ungern von morgens sechs Uhr bis Abends jeder Witterung aussetzen. Dazu kommt, dass ich vorwiegend im Makrobereich gearbeitet habe und mit ein gute Weitwinkel dafür fehlt.

Kurzum, es wird nicht die DSLR werden. Als Alternativen kamen Brinno TLC200Pro und irgendeine Gopro in den Sinn. Ab hier brauche ich Eure Hilfe, ob Ihr da Erfahrungen habt. Eckpunkte, die mich beschäftigen sind:

- Stromversorgung/Durchhaltevermögen, da ich zwischendurch nicht den Akku wechseln kann. Ist das überhaupt realistisch?
- Speicherfähigkeit, z.B. auf eine externe HDD möglich? Alternativ halt auf ne "fette" Micro-SD mit 128GB oder so?
- Guter Weitwinkel, wobei das alle genannten Modelle wohl haben werden
- Schraubaufnahme für ein Stativ

WLAN steht leider nicht zur Verfügung, auch Mobilfunknetz ist da sehr schlecht. Ich hatte schon überlegt, ob es klappt, die Kamera und ein älteres Samsung A5 (2017) per Bluetooth oder WLAN mit Google Drive oder meiner Synology NAS zu koppeln, das würde das Speicherproblem lösen.

Als Akkulösung kam mir in den Sinn, eine Batterie aus dem VW Käfer als 12V Stromquelle zu nutzen. 12V Netzteile wird es für alles geben und bis Kamera + ggf. Handy so eine Batterie leer haben, stehen weitere fünf Häuser. Denke ich :-)

Was meint Ihr, habt Ihr sowas schon mal gemacht und Tipps für mich, insbesondere was die Gopro Modellwahl angeht?
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Ich hab auch schon Fehler gemacht. Das passiert jedem mal. Wichtig ist, dass man daraus lernt!
...und Zeugen beseitigt ...und umzieht!
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#2
Hallo Janus,

die EOS würde ich auch nicht nehmen. Schon aus dem Grund, dass du sie in der Bauphase für die Dokumentation brauchst. Ich habe schon so oft in unserem "Baualbum" geblättert. Z.B. um auf einem Foto nachzusehen, ob an einer Stelle Heizungsrohre im Estrich sind, bevor ich da reinbohre usw.

Vorteil einer DSLR ist aber, dass du die auch manuell einstellen kannst. Ich habe eine GoPro Hero 7 und eine Sony RX100. Beide lassen sich nur mit Belichtungsautomatik für Timelapse nutzen. Das sieht dann später im Film nicht so gut aus, weil du die Helligkeitsentwicklung im Tagesverlauf nicht hast.

Wenn möglich, würde ich mir eine Systemkamera anschaffen. Ich habe eine Nikon Z6. Natürlich geht es aber auch kleiner. Die Kamera lässt sich über USB-C laden und du müsstest nur gelegentlich eine Powerbank wechseln. Systemkameras haben i.d.R. auch zusätzlich einen elektronischen Verschluss. Das würde den Verschleiß am mechanischen Verschluss reduzieren. Viele Systemkameras haben zudem mittlerweile 2 Kartenslots. Und mit 2 x 128GB kommt man schon recht weit. Du brauchst ja max. 4k Auflösung in JPG. So eine Kamera kannst du dir ja auch mieten.

Zum Standort: Es ist nicht zufällig schon ein Gebäude gegenüber, wo du deine Kamera positionieren kannst?

Viele Grüße

Christian
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#3
Ich habe mir für solche Zwecke eine Lösung aus einem Raspberry Pi und einem dazu passenden, günstigen Kamera-Modul gebaut. Der Pi schluckt nicht viel Strom, im Zweifel kann man ihn über eine Powerbank speisen.

Das ist keine Lösung für Jedermann. Als Mausschubser wirst Du nicht weit kommen, da geht vieles nur über Kommandozeile und erfordert unter Umständen auch Programmierkenntnisse. Wenn Du keine Angst vor Linux hast und eine entsprechende IT-Affinität mitbringst, ist das aber machbar.

Gruß
Peter
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#4
Hi, gegenüber steht schon ein Gebäude, der Standort ist optimal auf deren Terasse. Mit nem Vollformatsensor wäre schon ein 24 oder 28mm Winkel im Objektiv ausreichend.

Systemkamera schaue ich mir mal an, allerdings bin ich mit Raspi erst vor wenigen Tagen zum Prime Day eingestiegen zwecks Pihole etc. Programmieren ist ziemlich lange her, da habe ich keinen Schmerz, aber einfach zuwenig Kenntnisse von Linux und Spezialsachen. Da es keine Wiederholung geben wird, muss es also halbwegs passen, out of the Box quasi. Für eigene Entwicklung und Erkenntnisse sammeln ist es bis Anfang August (Keller) leider auch nicht mehr lange genug.

Hat jemand denn Erfahrung mit den Brillo oder Gopro Kameras?
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#5
(20.07.2021, 13:52)janus38 schrieb: Hat jemand denn Erfahrung mit den Brillo oder Gopro Kameras?

Wie oben geschrieben: Die GoPro unterstützen (zumindest meine 7 Black nicht) keine manuelle Belichtung.

Es gibt zwei Modi bei der GoPro für deinen Anwendungsfall: Timelapse-Video und Timelapse-Foto. Bei Video landet ein fertiges Video auf der Speicherkarte, bei Foto einzelne Bilder, die du nachher zu einem Film zusammenbauen musst. Dafür hast du hier aber wesentlich mehr Möglichkeiten. Wenn, würde ich also Timelapse-Foto nutzen.

Problem wird aber das Intervall. Im Modus Timelapse-Foto kann die GoPro als längsten Intervall 10 Sekunden, im Videomodus glaube ich nur 5. Bei einer Aufnahmezeit von insges. 4 Tagen würde ich aber eher auf 5-10 Minuten gehen.

Die Stromversorgung geht extern über USB-C. Externer Speicher geht aber nicht. Müsste man ausrechnen, ob man pro Tag mit einer 256GB Karte klar kommt.

Die Brillo habe ich mir gerade mal angesehen. Die kann wohl nur fertige Videos erzeugen. Wäre nicht mein Fall.
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#6
Kauf dir 2 Wildkameras.

Da kannst für wenig Geld den Aufbau zb. im 5min. Takt aus 2 verschiedenen Winkeln aufnehmen.

Irgendwo in einer Ecke an einem Baum, Holzsteher oder sonst was hängen und die Zeit zwischen den Fotos einstellen. Achte dabei auf die Sonneneinstrahlung.
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#7
Die günstigen Wildkameras haben aber nur FullHD. Ist die Frage, ob ihm das reicht.

Es wäre gut, wenn Janus mal was zum gewünschten Endergebnis sagen könnte. Geht es nur um die Doku "wer hat wann was gemacht?" oder soll es ein 4k-Video in Kinoqualität werden?
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#8
allo, ich danke Euch schon mal für die vielen Ideen! Wildkamera fällt leider raus, sowas hatte ich schon im Einsatz. Für bauliche Zwecke mit nötigem Weitwinkel nicht geeignet, für die Überwachung eines Vogelnests dagegen schon  Wink

Mich nervte an der Brinno drei Dinge:
- "nur" HD (720p) anstelle mindestens FHD (1920*1080)
- reine Ausgabe als Video
- Preis

Nach einiger Überlegung finde ich die Gopro besser geeignet, sie erfordert aber mehr Setups und sicher auch Testreihen. Zudem kann ich nicht einfach eine Kamera auf das Stativ stellen, sondern muss mit Powerbank, dann ggf. nicht möglichem Regenschutzgehäuse usw. irgendwie umgehen. Hinzu kommt noch das Speicherkartenlimit, das kann man aber rechnerisch/parametrisiert lösen kann.

Der Hauptvorteil: Geile Bilddetails und hohe Auflösungen, die sich allerdings bei der Speicherkarte auch limitieren. Die Aufbausession des Kellers geht unter Umständen knappt eine Woche, da wäre es schon geil, wenn ich nicht ständig Batterien und Karte wechseln müsste.

Damit komme ich zu meinem Favoriten: Der Brinno TLS2020

Abgleich mit meinen obigen drei Punkten:
- Hat FHD!
- Videoausgabe immer noch, aber nötigenfalls kann man von einem FHD Capture auch noch ein gescheites Bild extrahieren
- Preis: Die Kamera ist ein Spezialist und wird nach dem Einsatz voraussichtlich nicht mehr gebraucht. Eine gute Grundlage für eine verlustarme Weitergabe per Kleinanzeige oder Ebay. 

Das neue Modell hat schon einige geile Einstellungen, u.a. auch die HDR Funktion, die hoffentlich auch eine Belichtungskompensation beinhaltet. Das wäre noch zu testen.

Zudem hat der Hersteller einen guten Rechner für Batterie und Speicherkarte, sowie die Cliplänge. Sieht dann so aus und würde prima passen, zumal die Kamera zu einer bestimmten Uhrzeit loslegt und wieder aufhört. Ich muss also nicht um 3 aufstehen, weil um 6 jemand auf der Baustelle anfängt. Mein "normaler" Job geht ja auch weiter und ich werde nicht stets zugegen sein.

Was meint Ihr zu den Überlegungen?


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#9
Wie gesagt: Es kommt halt drauf an, was du mit dem Endergebnis machen möchtest.

Schon mal über mieten nachgedacht? https://bau.camera/
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#10
Absolut, Miete würde hier totall Sinn ergeben. Mit genau Deinem Link hab ich eben telefoniert, die machen das nur professionell und in großem Maßstab
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