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Hohlkehlleisten herstellen
#1
Hallo zusammen,

Neulich habe ich wieder mal Hohlkehlleisten zum Abdecken von ein paar Fugen benötigt.

   

So sieht das Ergebnis aus. Das Ausgangsmaterial waren zöllige (24 mm) astreine Kiefernbretter. Sie waren leider etwas angeblaut, aber das spielt in diesem Fall keine Rolle. Heraus gekommen sind Leisten mit 16 x 20 mm. Eigentlich wollte ich 20 x 20 mm Leisten haben, aber da war Fräser etwas zu klein.

       

Dei Idee dahinter ist, daß nicht nur die Hohlkehle gefräst wird, sonder auch die gerade Seite mit gefräst wird. Deshalb wird der Fräsanschlag, wie auf dem rechten Bild zu sehen ist, wie eine Abrichtehobelmaschine eingestellt.

   

Hier kann man sehen, wie der Fräser quasi hobelt.

   

Die Bretter werden zuvor nur beiseitig hehobelt auf 20 mm gehobelt. Dann fräst man links und rechts das Profil an.

           

Dann werden die Leisten auf der Kreissäge abgetrennt, dann wieder das Profil wieder angefräst, die Leisten wieder abgetrennt und so weiter, bis die Bretter zu schmal sind. So richtig interessant wird die Aktion, wenn man größere Mengen Leisten braucht, denn bei Leisten langen die Baumärkte ordenlich zu.

Bei meinem ersten Versuch solche Leisten zu fräsen, habe ich die Leisten zuerst quadratisch auf 16 mm mal 16 mm gehobelt. Kann sein, daß es mit einer Oberfräse im Frästisch funktioniert, aber bei mir auf der Tischfräse sind die Fetzen geflogen. Stärkere Leisten, wie z. B. Sockelleisten mit 20 x 36 mm, kann man schon einzeln fräsen.

MfG

Walter
Der Weg ist das Ziel
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#2
Guten morgen Walter , sag mal dafür gibt es doch Fräser die das in einen Rutsch machen.
Gruß
Henrik
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#3
Hallo Henrik,

Sicher können Fräsautomaten, aber für die heimische Tischfräse ist mir keine bessere Löung bekannt.

MfG

Walter
Der Weg ist das Ziel
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#4
Walter,

toll das du so etwas machst.

Zu deinem Hinweis (letzter Absatz) erst die Leisten zu sägen und dann nur diese zu Fräsen: Ich kann mit vorstellen, das diese es ggf. aushalten (also nicht in Fetzen fliegen) wenn man diese umfänglich vor und nach dem Fräser mit Andruckleisten unterstützt ... ... muss aber nicht (habe ich selbst noch nicht getestet).

VG
Holger
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#5
Hallo Holger,

meine ersten Versuche mit Hohlkehlleisten sind schon über 30 Jahre her. Da habe ich es mit 20 x 20 mm Leisten ohne Vorschub (den hatte ich da noch nicht) und Andruckfedern versucht. Da sind dann die Fetzen geflogen und ich habe auch was auf die Finger bekommen. Würde ich heute so nicht mehr machen.

Deine Methode könnte aber funktionieren, aber nicht mit diesem primitiven Scheppach-Vorschub, denn da kommt man mit den Rollen nicht nahe genug an den Anschlag ran. Denn die Rollen sind beidseitig geführt und nicht nur auf einer Seite, wie bei einem "richtigen" Vorschubapparat. Nur mit Handvorschub und Druckfedern möchte ich keine größeren Mengen dieser Leisten fräsen. Ich habe auch schon mal 200 lfm dieser Leisten gefräst. Außerdem müßte man die Leisten zuvor viermal und nicht nur zweimal hobeln.

Einen Vorteil hätte die Einzelanfertig schon. Man könnte für die Leisten Säumlinge, das heißt, Reste verwenden und keine ganzen Bretter.

Vielleicht bin ich etwas verwöhnt, aber mir macht eine Tischfräse ohne Vorschub keinen Spaß mehr und die Finger kommen den Fräsern nicht so nahe. Mein Lehrmeister sage immer: "Finger wachsen nicht nach".

MfG

Walter
Der Weg ist das Ziel
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