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[Projekt] Couchtisch Eiche mit Stahlfüßen
#1
Hi zusammen!

In einem anderen Thread hab ich ja schon gesagt, dass ich derzeit einen Tisch baue, um meinen alten im Wohnzimmer zu ersetzen. Im Moment steht hier ein Esstisch der aber Höhenverstellbar ist, sodass man ihn auch als Couchtisch missbrauchen kann. 

Nachteil 1: Das Teil ist aus Milchglas und daher ziemlich laut. Außerdem stört Glas tatsächlich das Bluetooth Signal, was man beim Playstation spielen merkt wenn der Controller nicht mehr reagiert. Das kann ich auch am Balkonfenster reproduzieren. Man lernt nie aus  Idea.

Nachteil 2: Der Tisch hat insgesamt 1,80x1,0m und ist somit enorm groß. Außerdem oval. Igitt. Den hab ich schon seit Jahren, irgendwann gabs den mal geschenkt und ich brauchte eh einen. Den bekommt morgen ein Kumpel geschenkt der umzieht, also pressiert es mit dem neuen. 

Vorteil an dem Ding: Die Höhe. Erstens esse ich oft im Wohnzimmer, da ich alleine wohne. Zweitens hab ich in der Couch ein elektrisch ausfahrbares Liegeteil, das perfekt unter den Tisch passt. Bei einem niedrigeren bekäme ich die Füße nicht drunter. Vom Boden bis zur Unterkante hab ich ca. 60cm. perfekt für mich. 

Also wurde schon vor langem entschieden, einen neuen Tisch zu bauen. Jetzt hab ich Urlaub und komme endlich mal dazu. 

Das ist mein erstes großes Projekt das über Regalbretter und Bänkchen hinausgeht, außerdem das erste bei dem es ein wenig auf die Optik ankommt. Also Werkstattschrank zusammen spaxen ist einfacher Wink



Aber nun zum Bericht: 


Ich hab vor kurzem gesehen, dass Bauhaus eine Platte in "Eiche Rustic" anbietet mit durchgehenden Lamellen. Mangels Holzhändler, Dicke und Abrichte bleibt mir nur Baumarktholz. 
Die Platte 200x65 in 25mm für ca. 100€ lag im Rahmen. Musste nur noch das Bauhaus wieder aufmachen und der Urlaub kommen. 
Dort dann der Schock: Die 15 Platten die da waren (ja, ich hab sie alle angeschaut) sind alle Müll. Die Astlöcher und Risse mit denen ich gerechnet habe waren so dämlich verleimt, teilweise mitten durch getrennt das es den Augen weh tat. Außerdem haben die alles mit irgendeinem schwarzen Zeug aufgefüllt, das schmiert wenn man drüber streicht. Bäh. Dann doch lieber eine Arbeitsplatte aus Eiche. Spare ich mir wenigstens das ausgießen der Astlöcher mit Harz. 

Zu der Platte gab es noch eine Makita Kreissäge HS7611, weil meine alte Einhell den Geist aufgegeben hat. Geiles Teil übrigens und für den 10er mehr im Gegensatz zu ihrem Bosch blau Konkurrenten GKS190 von der Verarbeitung her doppelt so gut. Allein der Schuh ist 3mm dick, Alu Druckguss. Bosch baut da gestanztes Blech ein. 

Mit besagter Säge hab ich dann die Platte auf 60x120 gebracht, 5cm Leisten raus geschnitten und mit diesen aufgedoppelt. Nun sieht die Platte nach 5cm dicker Eiche aus, genau das wollte ich. Leider merke ich gerade, dass ich davon kein Foto habe. Ich geh jetzt nicht mehr in die Werkstatt, dafür müsste ich eine Hose anziehen. Nach Feierabend. Nein Wink

Rundherum hab ich dann noch eine Gehrung mit 6 Grad angeschnitten (nenn man das da noch Gehrung?), auch mit der HKS und einer selbst gebauten Führung. Ging wunderbar. 

Nun zu den Füßen und dem Grund für meine schlechte Laune: 

Die Füße bilde ich mir aus Stahl ein. Nicht vier, sondern nur zwei in Form einer römischen 1. Als Gratleiste dient gleichzeitig die obere Befestigung der Füße. Dafür hab ich zwei 5mm dicke 8cm breite Stahlplatten aufeinander geschweißt, Löcher gebohrt und in der Platte Eindrehmuttern versenkt, die ein 8er Gewinde aufnehmen. 10er Löcher in der Stahlplatte, damit noch Luft zum ausdehnen da ist. Mein Schreiner sagt das passt so.

Als eigentlichen Fuß habe ich Rechteck-Stahlrohre bestellt 12x6cm. Diese sollen oben an die Stahlplatte geschweißt werden. Unten kommt auch eine Platte, jedoch nur 5mm dick, die in einen Sockel aus Eiche eingefräst und von unten verschraubt wird. Keine Zwischenstreben zwischen den Füßen, sonst komm ich mit der elektrischen Couch nicht mehr drunter Smile

Keine Ahnung ob das hält, das sehe ich morgen. 

Aber nun die Bilder: 


   

Die Bretter für die Füße wurden zugschnitten und ringsherum eine Gehrung angebracht, damit sie nicht so fett wirken. Dann hab ich mir aus Resten eine Frässchablone gebaut. Merke: Nächstes mal die Gehrung DANACH anschneiden, dann tut man sich leichter mit der Schablone. Merke auch: Schablone größer bauen, das festzwingen war ein Drama. 

(Ach ja, nächstes Projekt: Werkbank. Damit ich nicht immer die TKS missbrauchen muss Big Grin ) 

   

Natürlich hab ich alles nicht fest genug angezogen und mir ist beim fräsen das Brett verrutscht. Sehr toll. Dann dachte ich an meinen Schreiner der immer alles 100 mal repariert bevor er es entsorgt und hab das auch mal versucht: 

   

Ausgestemmt, Plättchen geschnitten, rein geleimt und den ausquellenden Leim mit Sägespänen vom fräsen abgerieben. Dann trocknen lassen und alles mit dem Stemmeisen bearbeiten. 

     

Geht einwandfrei, hab aber kein Foto davon. Die Stahlplatte passt in den Sockel. Aber das war erst die halbe Arbeit. Kleine Ungenauigkeiten sind noch am Rand, die ich mit der gleichen Leim-Spähne-Methode zumachen werde. Genau so hab ich nach dem abschleifen übrigens die Platte behandelt und schon 5 Minuten später nicht mehr sagen können, wo der Schaden war.  

       

Nun hab ich Löcher in den Stahl gebohrt, diese aufs Holz übertragen und dann Gewindestangen in den Stahl gesteckt. Diese werden fest geschweißt. Die Schweißpunkte werden dann abgeschliffen bis man nichts mehr davon sieht. 

Ätsch, sieht man eben doch noch. Schweißen kann ich einfach noch nicht gut genug, außerdem dümpel ich hier mit einem 30 Jahre alten Elektroden-Trafo rum der alle Paar Minuten wegen Überhitzung abschaltet. Ich wollte die Füße eigentlich mit der Drahtbürste an der Flex bearbeiten bis sie gut aussehen und dann klar lackieren, aber dank meiner Schweißkünste werden sie jetzt schwarz  Tongue. Ich hab außerdem eine gute Pfuscherlösung für die Löcher gefunden: Lötzinn. Lässt sich gut rein verteilen und verschleifen, nach dem lackieren sieht das kein Mensch mehr. 

Bei Platte zwei war ich dann schlauer und hab Gewinde rein geschnitten so dass ich nur von einer Seite schweißen muss. Ging schneller, wurde aber leicht schief. Außerdem hab ich vor lauter Elan vergessen, bei Platte zwei die Löcher aufs Holz zu übertragen. Das richtige ausmessen war nervig, bis mir einfiel dass die gar nicht so genau passen müssen. Ist ja der Stahl drüber. Also statt 8 einfach 10 genommen und gut ist. 

   

Dann war der eigentliche Fuß dran. Meine Schweißkünste kommen hier noch einmal zu voller Geltung. Ich überlege schon, Kurse zu geben  Big Grin Big Grin. Das sieht auf dem Foto gar nicht so schlimm aus, vor allem weil ich da schon 10 Minuten mit der Flex dran war. Aber glaubt mir, es ist schockierend. Ich überlege schon die Schweißnähte mit Holz zu verblenden. 
Aber wenigstens ist alles gerade und passt zum Schluss in den Sockel. 

       

Hier sieht man den Fuß montiert und auf dem letzten Bild mit der Platte oben drauf, die nachher an den Tisch kommt. Ist noch nicht verschweißt, der Trafo hat wieder abgeschaltet und ich hatte keine Lust mehr. 

Morgen früh gehts weiter. Platte fertig lackieren, zweiten Fuß bauen, die Sockel schleifen und lackieren, ausbessern und die Füße schwarz lackieren. 

Dann montieren, ins Wohnzimmer stellen und das erste Bier darauf trinken. Ich freu mich schon Smile


Fotos von der Platte kommen morgen, vielleicht sogar schon vom fertigen Tisch. 
Sollte ich die Füße wirklich versauen oder der Tisch zu sehr wackeln werde ich wohl oder übel erst einmal vier kürzere aus Holz montieren, bis ich wieder in den Baumarkt kann um Eiche für neue zu holen. Dann wirds halt ein klassischer Tisch. 

Ich hab bisher schon wieder viel gelernt, vor allem was die Geduld beim arbeiten, messen, bohren usw. anbelangt. Mit dem schweißen muss ich noch mehr üben, mit der Flex auch weil ich zum gerade abschneiden eines Fußes mehr Zeit gebraucht habe als legal sein dürfte. Nächstes mal bestell ich gleich auf Maß, aber ich wollte wieder sparen. Gelernt hab ich auch dass die böse Gerbsäure die bei Eiche in Kombination mit Eisenhaltigen Metallen auftritt an den Händen schlimmer ist als am Holz. Ich hab über Nacht eine der oberen Platten auf der Unterseite der Tischplatte vergessen, da gabs keine Flecken. Dafür hab ich lila Hände  Big Grin. Das geht aber mit Zitronensaft wunderbar weg, da hatte das Internet mal recht. 
Ach ja, noch ein Lernerfolg: Zeig deinem Bruder oder den Eltern nicht was du machst. Sonst glauben sie es ist ein gratis Schreiner im Haus und ballern dich mit Aufträgen zu (die nie erledigt werden  Tongue)


Dann bis morgen, hoffentlich mit guten Nachrichten!
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#2
Was wäre ein Heimwerker Projekt, wenn nicht andauernd was schief laufen würde? Wäre ja langweilig! Dafür hast Du alles gut gelöst und ich bin gespannt wie es weiter geht!

Vor allem auf die Tischplatte bin ich gespannt!

Viele Grüße,
Markus
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#3
Hallo eldiablo,

nur wer nichts macht, macht nichts falsch.

Alles aufzuzählen, was bei meinen Werkeleien falsch läuft, würde wohl den Forenplatz sprengen. Erst gestern hätte ich um ein Haar den Beistelltisch für Muttern beim Zusammenleimen geschrottet. Mal wieder Teile falsch herum zusammengesteckt. Gerade noch gemerkt, bevor der Leim abgebunden hat...

Du siehst, Du bist nicht allein.

LG Regina
Die kürzeste Gerade zwischen zwei Verbindungen ist der Punkt!
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#4
So, weiter gehts.

Seit halb 8 bin ich am werkeln. Eigentlich seit 7, aber das Internet hat gesponnen und ohne Musik in der Werkstatt geht ÜBERHAUPT NIX. Die muss laut genug sein, dass man sie noch durch den Gehörschutz hört, sonst macht das alles keinen Sinn  Laught . 

Zunächst hab ich mich um den zweiten Fuß gekümmert und diesem seine Grundplatte angeschweißt. Ging heute besser, ein Schweißergott bin ich aber immer noch nicht. Anschließend kamen die oberen dicken Platten an die Reihe, die auch als Gratleiste bzw. Stabilisierung dienen sollen. Angezeichnet hab ich das alles mit dem Rest der Stahlrohre, so spart man sich das rumwuchten der schweren Teile.

           

An der Tischplatte und der Unterseite der Stahlfüße sowie auf den Sockeln hab ich noch markiert welcher Fuß wo hin soll, da ich da Innen und Außenseite hab. Innen sind die hässlichen Fehler versteckt  Big Grin . Als dann alles fertig war hab ich den Tisch mal montiert um zu sehen ob alles passt und nichts wackelt. 

       

Wackelt er? Bewegt er sich in Längsrichtung? Halten die Schweißnähte, wenn man sich drauf setzt? Warum zum Teufel muss ich so einen schweren Tisch bauen? Der soll in den ersten Stock! 

Diese Fragen waren schnell beantwortet als ich meine 120 Kilo auf den Tisch gewuchtet hab: 

Ja, alles hält. Nichts wackelt, er ist wundersamer Weise gerade und ich kann mich auf die Kanten setzen und sogar mit dem Tisch schaukeln, es knackt und bricht nichts  Laught Laught Laught . 

Nach kurzem Jubel und Freudentanz hab ich dann die Sockel geschliffen nachdem ich sie ausbessern wollte. Die Fräsung passt nicht ganz, bei beiden hab ich am Rand einen Millimeter Spalt. Den wollte ich mit der Leim-Sägespäne-Schmier-Methode zukleistern. Hätte auch funktioniert, wäre die böse Gerbsäure nicht gekommen und hätte die Späne auf der Stelle lila verfärbt. Jetzt lass ich den Spalt, wird schon keiner sehen wenn der Stahl schwarz ist. Und wenn doch, mir egal. Sollens selber besser machen. 

   

Nun hab ich alles lackiert, das Holz seidenmatt klar und die Füße schwarz. Trocknet gerade. In zwei Stunden mach ich den nächsten Durchgang und zwei Stunden danach dann den letzten auf der Oberseite. 

Die schwarze Farbe wird aber entsorgt wenn ich fertig bin. Baufix Metallschutzlack von der Norma, nie wieder kauf ich das Zeug. Das ist mehr Öl als Farbe, auch nach dem umrühren. Mal schauen wie das trocknet und hält. Das Problem hatte ich mal mit weißer Holzschutzfarbe von der Marke, die brauchte auf einer Tür 5 (!!!) Anstriche bis sie richtig gedeckt hat. 
Zur Not muss ich das Zeug anschleifen und spritze die Füße mit einer Dose schwarz. Bzw. mein Bruder, denn der ist Lackierer und kann das besser als ich Wink

So, ich mach mir jetzt nen Kaffee und hau mich auf die Couch. Warten dass alles trocken ist. 

Bilder vom fertigen Tisch im Wohnzimmer gibts vielleicht noch heute. 

Ach ja, mein Kumpel holt den alten Tisch erst morgen. Der hat heute den Hänger nicht bekommen. Glück gehabt, so hab ich mehr Zeit  Thumbs Up Laught
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#5
Die dämliche schwarze Farbe wird nicht trocken. Normal ist das Zeug jetzt wenigstens schon Grifffest. Ich hab schon den Heizlüfter daneben gestellt, aber das bringt auch nichts. Sobald das Zeug ein wenig angetrocknet ist schleif ichs an und lackier mit der Dose drüber.

Der Tisch hat nun oben Schicht vier bekommen, die auch schon Grifffest ist. Unten lass ich es bei drei, da wird er nicht so belastet. Jetzt muss die Platte nur noch durch trocknen und ist Einsatzbereit.
Der Lack ist vom Hagebaumarkt wenn ich mich nicht täusche. Gut zu verarbeiten und gibt eine schöne Oberfläche. Stinkt auch nicht.
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#6
Diese verdammten Füße kosten mich noch den letzten Nerv. Besser gesagt die Farbe. Gestern wurden sie dann doch noch trocken, nach 8 statt 4 Stunden wie es auf der Dose steht. Ich hab dann Abends noch einmal mit der Rolle eine zweite Schicht aufgetragen nachdem ich ein Paar Farbläufer heraus geschliffen hatte.

Heute morgen dann der Schock:

   

Was ist denn da passiert Angry

Der Stahl wurde nach dem schweißen geschliffen, mit der Drahtbürste behandelt und mehrere Male mit Nitro gereinigt damit ja alles staubfrei, fettfrei und trocken ist. am Untergrund kann es also nicht liegen. 

Ich hab schon einiges an Metall gestrichen aber sowas hab ich noch nie gesehen. Das würde ja ganz cool ausschauen, wenn es denn überall am ganzen Fuß gleichmäßig wäre. Ist es aber nicht. Außerdem kann man die Farbe ganz leicht mit dem Fingernagel abkratzen. Das ist wie Kaugummi. 

Nie wieder kauf ich die Baufix Farbe. Meine letzte schwarze Sprühdose ist auch von Baufix und hält auch nicht an einem Teststück, das mein Bruder gestern lackiert hat. Er vermutet dass die Farben kaputt sind. Der Metallschutzlack ist auch viel zu dünnflüssig, fast wie Wasser. Dabei stehen beide erst ein halbes Jahr bei mir in der Werkstatt, Frost hab ich da drin auch nie. Im Moment hat es da unten 18 Grad, auch Nachts. 

Nun heißt es die Füße nochmal abschleifen und einkaufen fahren. RICHTIGE Metallschutzfarbe, Grundierung und mir sind die Rollen ausgegangen. Leider hab ich dafür heute keine Zeit weil wir einen kleinen Notfall in der Familie haben, ich muss nachher weg. 

Das muss ich dann nächste Woche mal nach der Arbeit erledigen.
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#7
"Was ist denn da passiert?"

Sieht für mich aus, als ob die Farbe zu dick aufgetragen war und damit beim Trocknen gerunzelt ist - oder schliesst du das aus?
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#8
Zu dick aufgetragen schließe ich eigentlich aus, denn die Farbe war so dünnflüssig, dass dick auftragen eigentlich gar nicht möglich war. Auf den Fotos kommt das nicht so rüber, aber die hat kaum gedeckt. Dafür ist sie lustig verlaufen.

Ich hab heute zwei Dosen matt schwarz gekauft und die Füße mit der Drahtbürste in der Flex von der alten Farbe befreit. Das Zeug wäre auch mit dem Fingernagel runter gegangen, aber das hätte zu lange gedauert. Dann nochmal alles mit Nitro geputzt und gespritzt. Schon nach einer Stunde war die Farbe Grifffest und klebte nicht mehr, also hab ich gerade noch die zweite Schicht aufgetragen.

So muss das gehen, morgen wird montiert. Dann kann ich auch die kleine Biergarnitur wieder aus dem Wohnzimmer räumen, mein alter Tisch ist schon weg. Fühlt sich fast an wie damals, als ich eingezogen bin. Da war die Biergarnitur hier drin und der Fernseher stand auf dem Boden Laught
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#9
Es ist vollbracht! 

Gerade war ich in der Werkstatt. Der Lack an den Füßen ist trocken, fest und klebt nicht mehr, außerdem hab ich ausnahmsweise mal ohne Verläufe lackiert. Genommen hab ich matt schwarz vom Sonderposten Baumarkt. Mit deren Farben und Lacken sowie Ölen hab ich eigentlich recht gute Erfahrungen gemacht. Kosten aber fast das gleiche wie ihre Konkurrenten in den großen Baumärkten. Billig sind dort nur Schrauben  Wink.

Also schnell den Tisch rauf getragen und im Wohnzimmer montiert. Sauschwer das Teil, ich schätze mal um die 30 Kilo. Aber schwer ist gut und viel hilft viel  Big Grin

Hier mal ein Bild von dem alten Monster: 

   

Und hier nun der neue Tisch: 

   

Dank der mittigen Füße kann ich nun zur Couch ohne den Tisch ständig schieben zu müssen. Außerdem sieht man dank der wilden Verleimung Schmutz nicht so sehr wie auf seinem Vorgänger. Glas ist da undankbar, jeder kleine Fleck fällt sofort auf. Die Größe passt perfekt, die Couch lässt sich ausfahren. 

Fehlerfrei ist er aber nicht. 

Leider hab ich mich mal wieder schwer vermessen, er ist knapp 4cm zu hoch. Mit Teppich sogar 5. Ich hab die Sockel und die 1cm Platte oben nicht mit einberechnet. 1cm geht noch, wenn ich die Platte oben in den Tisch einlasse, was ich auch mal tun werde. Die Sockel kann ich nicht dünner machen, da oben schon 5mm fehlen durch die eingelassene Platte und unten auch, da die Muttern versenkt sind. Noch dünner und es bricht beim zusammen schrauben. 
Ansonsten könnte ich die Füße kürzen. Höhenverstellbar wäre natürlich super gewesen, aber ich hab keinen Plan wie ich sowas bauen soll damit man es nicht sieht. Mit Stellmotoren vielleicht? Von der Höhe her wäre er jetzt perfekt als Kinder-Esstisch  Big Grin

Eine Platte mit durchgehenden Hölzern wäre mir zwar lieber gewesen, aber da ich wie gesagt keine Dicke und Abrichte habe (auch nicht den Platz dafür) muss sowas auch reichen. Die durchgängige Platte vom Bauhaus war auf jeden Fall noch hässlicher. Dies hier ist jetzt eine Arbeitsplatte, die ich am Rand mit Leisten aufgedoppelt habe. 

Aber egal. Ich freu mich jetzt erst mal, dass er hier steht. War viel Arbeit und ich hab wieder viel gelernt. Und wenn die Schweißnähte halten oder sich nichts verzieht lebt der ewig. 



Als nächstes Projekt wird die Truhe neben der Couch ersetzt.

   

In der lagere ich meine Schallplatten und sie dient als Beistelltisch und eigentlich als Sitzfläche bzw. Hocker wenn Gäste da sind. Leider ist das Teil uralt. Ich hab mal Rollen montiert ohne an den Spanplattenboden zu denken, nun kann man sich nicht mehr drauf setzen ohne dass die Rollen durch den Boden drücken. 

Mir schwebt eine Truhe aus Buche Leimholz vor mit Deckel aus Eiche damit es zum Tisch passt. Mal schauen was mir dazu einfällt. 
Aber das dauert eh noch, ab morgen ist der Urlaub vorbei.

Schönen Sonntag noch!
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#10
Darf ich Kritik äußern? Mein Geschmack ist der Tisch nicht. Muss er ja auch nicht sein. Hauptsache er gefällt dir.

Ich würde die Ecken so im 100mm Radius abrunden. Oder die Gehrung von den Füßen an der Tischplatte wiederholen. So wirkt der Tisch sehr klotzig. Dass du auf der Fläche keine durchgehenden Lammellen hast, ist halt so. Hast du ja selber geschrieben, dass dir das besser gefallen hätte. Aber dann noch die Kanten durch die Aufdoppelung so unruhig zu gestalten ist etwas zu viel des Guten.

Viele Grüße

Christian
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