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[Projekt] Schiebtisch für die TKS mittels Liniarführung
#1
Hallo Bastelfreunde!

Auf Wunch einer einzelnen Person Wink (Hallo Wolfgang) nutze ich dann mal die Gelegenheit, um mein kleines Projekt vorzustellen.

Bereits im letzten Jahr, kurz nach dem Erscheinen des YT-Videos vom Penser, wollte ich dieses Projekt gerne umsetzen und meiner Metabo einen Korpus samt Schiebetisch gönnen.
Leider fielen fast alle meine Werkzeuge/Maschinen, darunter auch meine TKS, einem Kellereinbruch zum Opfer und mein Frust darüber saß so tief, dass ich ersteinmal die Faxen dicke hatte, wie wir Berliner zu sagen pflegen.

Aber Zeit heilt bekanntlich alle Wunden und so zog dann im Herbst eine Scheppach HS 100S - Vorübergehend - in meinen Keller ein. Es ist zwar kein Wunderwek der Technik und saut genauso rum wie eine PTS 10, aber mit ihren 2000 Watt knackt sie jede Sorte von Holz.
Mittlerweile haben wir uns ein wenig angefreundet und auch ein paar Veränderungen (Softanlaufmodul) wurden bereits vorgenommen.
Und so kam auch wieder der Wunsch auf, die TKS von ihrem hässlichen Gestell zu befreien, um sie in einen Korpus, samt Schiebetisch, zu intigrieren.

Im Voraus bitte ich die Bildqualität meiner Handycamera zu endschuldigen, aber ich bin kein Experte im Umgang mit diesem Ding. Wink 

Eine Dreischichtpaltte (19mm NaHo) bildet das Grundgerüst für den Korpus der aus drei Wänden (80 x 65cm) und der Bodenplatte (107 x 65cm) besteht.
Der Zwischen - oder Einlegeboden auf dem später die Liniarführungen ruhen hat das Maß von 40 x 65 cm, der Rest steht der TKS zur Verfügung.
Warum ein Dreischichtplatte? Weil sie günstiger ist als eine aus MPX und auch leichter.
Als Rückwand für den Korpus tut es eine 8mm Sperrholzplatte.

Wie man einen Korpus baut ist ja hier schon hinreichend bekannt und somit gibt es davon auch nur zwei Bilder.

         

Kommen wir nun aber zu den Liniarführungen, die ich in einer Länge von 800mm, im CNC- Discount geordert habe.
Das Set besteht aus zwei Führungsschienen und vier Liniarwagen, die es in einer kurzen oder langen Ausführung gibt.
Da man mit zwei Wagen je Schienekeine großen Sprünge veranstalten kann, orderte ich noch einen weiteren Satz (vier) Liniarwagen dazu.
Hinzu kamen noch zwei U-Profile (30x50x30x3) deren Nutzen später, viel später im Bericht, noch erkennbar wird. Wink 

   

Wie es weitergeht erfahrt ihr in den nächsten Stunden.

Gruß Karsten
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#2
Einen Schiebeschlitten brauche ich auch noch, darum werd ich dein Projekt mal interessiert verfolgen Smile.

Zu der Säge: Ich hab die HS105 in der Garage vom Bauhaus, da heißen die Scheppach Teile "Toolson". Ich bin recht zufrieden damit, sie sägt genau, nur das Original Sägeblatt war nicht gut. Meiner Meinung nach besser als die PTS10, die ich bei einem Bekannten mal testen durfte. Es muss nicht immer eine Bosch für 800€ sein, auch wenn ich die natürlich viel lieber hätte Wink.
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#3
(04.02.2020, 20:21)Hausmeesta schrieb: Hallo Bastelfreunde!

Auf Wunsch einer einzelnen Person Wink (Hallo Wolfgang) nutze ich dann mal die Gelegenheit, um mein kleines Projekt vorzustellen.

Karsten, 1.000 Dank! Ich fiebere schon nach der nächsten Folge. Insbesondere liegt mein Interesse darauf zu sehen, welche Schnitttiefe der Schiebetisch zulässt.

Wolfgang

(05.02.2020, 04:50)eldiablo85 schrieb: Einen Schiebeschlitten brauche ich auch noch, darum werd ich dein Projekt mal interessiert verfolgen Smile.

Du weist schon, dass dies kein »Schiebeschlitten«, sondern ein Schiebetisch wird  ...!?

Wolfgang
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#4
So, weiter geht´s im Text.
Wie man U-Profile einkürzt brauche ich hier wohl nicht weiter erwähnen, aber ich war mir nicht zu 100% sicher, wie lang ich sie lassen sollte.
Also habe ich das erste U-Profil gnauso Lang gemacht, wie die Tiefe des Korpus (65 cm), das Andere beließ ich ersteinmal bei 80 cm.

   

Danach war Probesitzen für die L-Wagen.

   

Letzten Endes endschied ich mich für die kurze Variante ohne aber die Liniarschienen zu kürzen, die durften ihre Länge von 80 cm beibehalten.
Nun ging es ans Bohren der Löcher (5,5mm) im U-Profil, um später die L-Wagen mit dem U-Profil verschrauben zu können.

   

Schon beim befestigen des ersten L-Wagen fiel mir auf, dass sich die Schrauben (M5x10) nur sehr schwer einschrauben ließen.
Der Grund dafür war schnell gefunden und so mussten leider alle Gewinde in den L-Wagen nachgeschnitten werden.
Es ist ja Hübsch anzusehen, wenn man verchromte Teile bekommt, aber warum verchromt der Hersteller seine L-Wagen erst nachdem die Gewinde schon geschnitten wurden?

   

Zusätzliche Arbeit auf die ich gerne verzichtet hätte.

Gruß Karsten
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#5
Karsten, wie laufen die Wagen auf den Linearschienen? Laufen die flüssig oder sind die sehr hakelig? Kann man da irgendwo das Spiel einstellen, weil da offensichtlich eine Bohrung an der Seite ist?

Vielen Dank.
Wolfgang
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#6
Hab noch ein paar Stunden Geduld, Wolfgang, dann werde ich darüber berichten, wie die Wagen laufen.

Gruß Karsten
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#7
Geduld ...!? Karsten, was ist das ...!? Tongue 

Mein Problem ist, dass ich mit jedem Tag mehr an meinem Projekt (Schiebetisch mittels Linearführung) zu zweifeln beginne. Was wird es bringen, vom reichlichen monetären Aufwand mal abgesehen?

Ich habe ja den Schiebetisch aufwendig aus dem Video ( HIER ) nachgebaut. Nun bammelt er an der TKS rum, und ich schaffe es nicht, ihn genau zu justieren. Also säge ich wieder wie vorher, habe nur an der Seite eben eine größere Auflage. Sinn würde das m. E. nur machen, wenn der Schiebetisch direkt ganz dicht am Sägeblatt vorbei laufen würde. Oder liege ich da falsch!?

Nun bist Du meine (letzte) Hoffnung, mich von der Sinnhaftigkeit des Unterfangens zu überzeugen.

Wolfgang

PS: Holger, ich möchte Dir das nicht madig machen. Bitte nicht falsch verstehen!
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#8
Nur ganz Kurz, Wolfgang, dann ist meine Frühstükspause zu Ende.
Es ist immer Besser, wenn der Schiebetisch so Nah wie nur möglich am Sägeblatt vorbei läuft (siehe Beispiel)
Aber in meinem Fall soll es ja auch nur eine Ergänzung zur TKS sein und somit habe auch ich einen späteren Abstand vom Schiebetisch bis zum Sägeblatt von 26cm.
Das stört mich persönlich überhaupt nicht, weil ich auf meinem Schiebetisch die gewünschten Werkstücke befestigen kann oder werde.

Die Einstellschrauben (Madenschraube - Seitlich und Unten) dient nur nur dazu, die Lagerhülse gegen das Verdrehen im Lager zu sichern, weil die Hülse ja Oben aufgeschnitten ist und sich ggf, verdrehen könnte. Gegen das Axiale Verschieben ist sie durch einen Sprengring an jeder Seite Gesichert.
Mehr dazu dann heute Abend.

Gruß Karsten
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#9
Nachdem nun alle Bohrungen in das U-Profil gebohrt wurden ging es an das Befestigen der L-Wagen.
Alle L-Wagen wurden positioniert und nur sachte Angeschraubt so das die Führungsschiene das nötige Spiel hatte um den Weg in die Lager zu finden.
Nachdem sich die Schiene in den Führungen befand schraubte ich die Lager am U-Profil fest.
Doch dann die Ernüchterung, die Schiene bewegte sich aber nicht wie gewollt.
Irgendwas geht da Schwer und was schabt da irgendwo? Idea
Also alle Lager wieder runter und Ursachenforschung betreiben.
Da die Lagerhülsen gegen das Verdrehen am Boden und seitlich des Lagers kleine Innensechskantschrauben haben wurden diese Zugänglich gemacht.
Weil ich keine Lust hatte wegen jeder Einstellung die ganze Geschichte wieder auseinander zu nehmen wurde in das U-Profil eine Centerbohrung gesetzt.
Und da ich schon am Bohren war wurden vorsorglich alle Bohrungen auf 6mm aufgebohrt.

       

Leider war danach das Problem immernoch vorhanden.
Immernoch schabte es an der Schiene und kleine Metalspäne lagen auf dem U-Profil.
Zudem kippte die Schiene immer nach einer Seite weg.

   

Kurze Zeit später war dann die Ursache gefunden.
Die Öffnung der Lagerhülsen war nicht gerade und auch nicht weit genug, wie die Bilder zeigen.

       

Nun musste der Dremel zeigen was er kann und nach einiger Zeit war das Ergebnis erreicht, was ich mir wünschte.
Alle Madenschrauben wurden wieder festgezogen und das U-Profil mit einer Leister verschlossen.

   

Die ganze Konstruktion nimmt mal eben 66mm in der Höhe in Anspruch und ist vertretbar, wie ich finde.
Im ausgezogenen Zustand werden mir Zukünftig 80cm zur Verfügung stehen, was für meine Bedürfnisse vollkommen ausreicht.

       

Die Liniarführungen laufen nun vollkommen Spielfrei und leicht! Zeit um in den Korpus aufgenommen zu werden.


Gruß Karsten
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#10
Kasten, danke für die gute Dokumentation. Jetzt wird mir das etwas »plastischer« ...

Allerdings habe ich die Befürchtung, dass auf Dauer die beiden jeweils letzten Lager Schaden nehmen könnten. Das ist ein ziemlich großer Hebel, der bei voll ausgezogenem Tisch auf jeweils zwei Lager pro Seite wirkt. Deshalb habe ich das für mich – in Gedanken – mit 1.100 mm langen Linearschienen durchgespielt, um die Lager weiter auseinander setzen zu können. Aber eben erst einmal nur theoretisch. Vielleicht sind meine Bedenken auch einfach unbegründet ...

Ich freue mich auf weitere Beiträge von Dir.

Wolfgang
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