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Gewindestangen mit Titebond PU Kleber verkleben
#1
Question 
Moin,

folgendes Cenario:

Ich möchte zwei 100x100erter Balken als Pfosten auf meinem Terrassenboden verankern. Dafür möchte ich M20 Gewindestangen in den Boden einkleben und die Pfoste drauf stecken. Das Ganze soll dann noch mit einem Bolzen gesichert werden, damit die Balken nicht nach oben wieder raugezogen werden können.
Die Frage ist jetzt ob das mit dem Tidebond PU Kleber geht. Wird eine Terrassenüberdachung und die Gewindestangen müssen evtl. Winddruck von unten standhalten. Ich hätte auch Epoxidkleber da, aber den PU Kleber brauche ich nicht mischen und er schäumt auch etwas auf und schließt damit alle Hohlräume. Ich verspreche mir davon, das der Kleber wirklich überall im Loch eine Verbindung mit der Gewindestange eingeht ( keine Lücken). Die Frage ist halt ob er die Zugkräfte bei starken Wind aushält. Generell kann man ja damit Metall und Beton kleben.

Was meint den unsere Schwarmintelligenz dazu?

Gruß Don
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#2
Hallo Don,

dafür gibt es doch jede Menge fertige Lösungen. Z.B. hier: https://www.theo-schrauben.de/blog/pfost...d-montage/

Oder habe ich jetzt was falsch verstanden?

Viele Grüße

Christian
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#3
Hmm, ich weiß nicht.

Bisher habe ich noch kein PU-Leim verwendet.
Allerdings hätte ich da so meine Vorbehalte inwieweit dieser "potent" genug ist, eine Dachkonstruktion zu halten...
Auch weiß ich nicht, wie es um die Wetterbeständigkeit bestellt ist.

Wir wohnen auf der windigen Seite unseres Ortes und da bekommt man schon des öfteren mit, wie die Terrassenüberdachung (bei uns eine Aluminium-Glas-Konstruktion mit schließbaren Schiebewänden an den drei offenen Seiten) durch die Naturkräfte beansprucht wird. Die Windlasten sind mitunter nicht zu unterschätzen.
Da bin ich froh um die feste Betonierung tief im Boden...

Zwischen unserer Einfahrt und der Einfahrt des Nachbarn haben wir vorletztes Jahr einen Stabmattenzaun gestellt.
Die örtlichen Gegebenheiten ließen die klassische Bauart (Loch ausheben, Pfosten ordentlich rein versenken und mit Beton auffüllen) leider nicht zu.
Also haben wir größerflächige, flache Betonfundamente gegossen und dort Pfostenschuhe mittels Gewindestangen aufgeschraubt.

Die Ausrichtung des Zauns mit Gefälle war etwas spezieller, also konnten wir die nötigen Gewindestangen erst nachträglich in die Fundamente einbringen.
Zur Fixierung haben wir Verbundmörtel genutzt. Klasse das Zeug. Ließ sich sehr gut verarbeiten und die Zaunpfosten stehen 1a wie sie sollen.
Allerdings muss man bei höherer Außentemperatur flott arbeiten, der Mörtel härtet dann schneller aus.

Das Zeug ist auch ein 2K-Material und auf die Kartusche (ähnlich Silikonkartusche) kommt eine Düse drauf, die eine automatische Mischfunktion für die Komponenten hat.
Erst das Loch bohren und ordentlich mit einem Ausbläser auspusten. Dann mit einer Silikon-Spritze das Zeug ins Loch einbringen, zügig die Gewindestange einsetzen und ausrichten, Überschuss entfernen (dabei wie mit Silikon das Bohrloch lückenfrei verschließen, damit kein Wasser eindringen kann) und im Nu sitzt die Gewindestange bombenfest.

So etwas würde ich eher verwenden.

Edit: Oh ich glaube ich habe da was missverstanden, du möchtest die Gewindestange in den Holzpfosten kleben.
Dann würde ich, wie Christian vorgeschlagen hat, auch eher solche Pfostenanker nutzen und diese wie oben geschrieben am Boden befestigen und das Holz dort verschrauben. Kleben würde ich das glaube ich nicht. Wenn mal was ist, kann man Verschraubungen besser wieder lösen...

Grüße
Lanor
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#4
Moin,

Christian:

Die Pfostenanker habe ich verworfen, da Die Höhenverstellbar zu viel Bodenfreiheit (es sollen max. 5cm sein) haben und ich eine möglichst unsichtbare Befestigung haben will. Aber danke für den Link.

Lanor:

Die Gewindestangen sollen in der Betonplatte der Terrasse eingeklebt werden. Verbundanker ( diese Glaspatronen mit Harz und Härter) kenne ich aus meiner Zeit im Zaunbau. Mit denen habe wir Rollen für große freitragende Schiebetore verankert. Der Verbundmörtel macht nichts anderes. Ich dachte nur es geht auch mit dem PU Kleber, da ich den da habe. Allerdings gebe ich Dir Recht. Ich sollte keine Experimente machen und mir den Verbundmörtel besorgen. Kostet zwar wieder extra, aber besser als vor den Trümmern eines weg geblasenden Terrassendachs zu stehen. 
Die Pfosten sollen auf die eingeklebten Gewindestangen aufgesteckt und Waagerecht durchgebohrt werden. Danach mit einem Bolzen sichern. Vorher mit einer Mutter die Höhe einstellen.

Ich danke Euch beiden schon mal für Eure Einschätzung.

Gruß Don
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#5
Ja, besser keine Experimente wagen. Windkräfte sind nicht zu unterschätzen.

Beispielsweise haben wir in diesem Frühjahr bei einem Sturmtief echt ein paar Mal die Luft angehalten. Da unser Grundstück fast perfekt auf die Himmelsrichtungen ausgerichtet ist, weist eine Terrasenseite fat genau nach Westen. Der Wind kam aus der Richtung. Die Schiebewände zum Schließen der Terrasse bestehen aus 1cm Sicherheitsglas. Die wurden durch die Windböen einige Male so dermaßen gebogen, dass wir Angst hatten, dass sie brechen.

Hier lieber großzügig dimensioniert vorgehen und mal Ausnahmsweise dem Beispiel von Mixbambullis folgen.  Huh Tongue
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#6
Ich habe letztes Jahr einen Briefkasten mit zwei Edelstahlpfosten montiert. Dabei habe ich ebenfalls mit Gewindestangen gearbeitet. Ich habe dazu Löcher in ein Betonfundament in ca. 20 cm Tiefe gebohrt und Schwerlastanker/Betondübel dort eingebracht, die ein Innengewinde für - ich glaube - M12 gehabt haben. Die Gewindestangen habe ich mit Alurohr ummantelt (von der Oberkante Schwerklastdübel bis zur Oberfläche), dann die restlichen 20 cm vom Fundament bis zur Oberfläche mit Beton aufgefüllt. Hält bombenfest. 

Im Jahr davor habe ich einem Freund geholfen, ein Plexiglas-Vordach an einer Garage anzubringen. Der hat den Kleber und Gewindestangen in waagerechten Löchern verwendet. Hält ebenfalls bombenfest.

Meiner Meinung nach geht beides, wobei ich ohne es begründen zu können beim Kleber vom Bauchgefühlt her eher zurückhaltend bin, weil ich mir einbilde, das der Kunststoffkleber eher altert als ein Metall-Schwerklastdübel. Kann aber sein, dass das mein persönlicher kleiner Wahnsinn und unsinnig ist.

Gruß
Peter
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#7
Diese chemischen Dübel halten dauerhaft bombenfest. Habe damit bereits 3 Markisen aufgehängt.

Als Gelegenheitsanwender würde ich aber eher die von Don genannten Reaktionspatronen nehmen: https://www.fischer.de/de-de/produkte/sc...atrone-rsb Wenn da ein paar Patronen übrig bleiben, halten die sich Jahre. Den Rest Verbundmörtel aus einer großen Kartusche kann man hingegen wegwerfen.
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#8
(02.07.2021, 09:37)Christian-P schrieb:  Wenn da ein paar Patronen übrig bleiben, halten die sich Jahre. 

Moin

da kann ich so bestätigen. Ich hatte noch M10er Verbundankerpatronen, die über 10 Jahre alt waren und habe die verwendet. Halten bombenfest.

Zur Info,
ich habe dann jetzt son 2K Mörtel von Fischer bestellt und werde den verwenden. Epoxy und PU zu verwenden, ist mir dann doch zu gefährlich.

Gruß Don
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#9
Hallo,
ich habe im Keller auch schon eine paar mal die Verbundanker-Patronen aus Glas gearbeitet. 
Hat super funktioniert, Loch bohren, Glas-Patrone rein, Gewindestange hinterher.
Mit der Gewindestange das Glas zerbrechen und etwas umrühren. 
Habe immer etwas links herum gedreht um den Mörtel hinein zu arbeiten.

Vorteil:
  • Keine Reste die eintrocknen.
Nachteil:
  • Funktioniert nur mit den angegebenen Durchmessern
Im Moment arbeite ich meistens mit einem 2K-Verbundmörtel aus der Kartusche. 
Funktioniert auch richtig super, Loch bohren, Material aus der Kartusche pressen bis gemischtes Material kommt.
Erst jetzt den Mörtel in das Loch spritzen. Gewinde Stange hinter her und wieder etwas links drehen. 
Überflüssiges Material abnehmen und rund um das Loch glätten.

Vorteile:
  • Funktioniert für unterschiedliche Durchmesser
  • Funktioniert in einer Ziegelwand mit einem Sieb-Einsatz
  • Man kann zu große Löcher mit etwas mehr Material ausgleichen
  • Material kann zum Ausgleichen von ausgebrochen Löchern verwendet werden 
Nachteile:
  • Düse muss nach dem Gebrauch entsorgt werden 
Bei Methoden sind richtig gut. Die Zweite hat bei mir den Vorteil das ich die Kartuschen bei uns im Billig-Baumarkt bekomme.

Ach ja noch eine Warnung, die Gewindestange kannst Du nicht mehr einfernen. Musste schon einmal eine Abflexen  Smile .

Lange Rede kurzer Sinn, ich würde so einen 2K-Verbundmörtel nehmen. 

Gruß Martin
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#10
Ja, das kann ich auch bestätigen. Wir wohnen hier aktuell noch in einer Mietimmobilie, Fachwerk aus 1700... Da hat es so einige Dübel in der Bruchsteinwand, die nicht hielten. Nach einigen Kartuschen von Fischer (die analog den Silikonpatronen zum Auspressen) ist überall Ruhe. Nachteil: Sehr teuer (eine kostet rund 10€) und man muss extrem schnell sein, da das Zeug unglaublich schnell aushärtet (ca. 10 Minuten, dann war die Kartusche fest).

Die Glaspatronen finde ich eine sehr gute Alternative, da sie länger halten und man kann sie kleiner dosieren als eine ganze Kartusche.

Für Dein Vorhaben allerdings würde ich zu den Kartuschen greifen, da ist genug Material drin und danach bekommst Du es nie wieder auseinander. Außer per Winkelschleifer, wie Martin schrieb...
Vorsicht ist keine Feigheit, und Leichtsinn kein Mut!

Ich hab auch schon Fehler gemacht. Das passiert jedem mal. Wichtig ist, dass man daraus lernt!
...und Zeugen beseitigt ...und umzieht!
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