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E-Motor von Stern auf Dreiecksschaltung
#1
Moin zusammen, ich habe mal eine Frage zu Stern bzw Dreiecksschaltung bei E-Motoren. 

Ich habe einen neuen Motor ergattert. Der war bisher als Sternschaltung verkabelt für den Betrieb mit 380V. Nun will ich den aber mit 220V betreiben dafür brauche ich die Dreiecksschaltung. 

Wie man auf dem Bild sieht habe ich die Brücken schon umgestellt für 220V Betrieb. Probleme macht jetzt noch die Verkabelung. 

Man sieht 4 Adern auf dem Bild, gelbgrün ist klar. Bleiben noch blau, schwarz und braun. Ist blau der Nullleiter? Und was mache ich mit den anderen beiden? 

Außerdem brauche ich einen Kondensator bei 220V Betrieb? 

Kann mir da jemand weiterhelfen?


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#2
Hallo Freak,
du hast so von E- Technik gar keinen Plan, oder?
Desto mehr ich weiß, weiß ich, das ich nichts weiß!
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#3
Freak,

"ja zum Kondensator" - etwa Grundsätzliches:

Ob ein Motor in einer Stern- oder Dreieckschaltung angeschlossen ist, ist zwar "ein" Unterschied zw. 400 Volt und 230 Volt - jedoch erstmal nicht für deine Basis des Anschlusskabels, sondern für die drei Motorwicklungen! D.h. in beiden Fällen benötigst du drei Phasen (Umgangssprachlich Drehstrom).

Mit einem üblichen 230V-Anschlusskabel hast du nur eine Phase.

Der "Sinn" dieser unterschiedlichen Anschlussarten liegt in der Belastung der Stromnetze beim Einschalten großer Maschinen - das ist insbesondere für Anlaufströme wichtig: In der einen Schaltung wird der Motor gestartet - sobald er dann auf eine gewisse Drehzahl gekommen ist, wird umgeschaltet.

Den von dir gewünschten Betrieb an "nur" einer Phase - und damit an 230V maximal kann man mit einer sog, Steinmetzschaltung erreichen - ein Kondensator verschiebt dabei die Phasen zwischen den Motorwicklungen.

Wenn dir die folgende Grundlage nicht schlüssig vorkommt, oder du dabei eher neue Fragen hast, dann lautet meine klare Empfehlung: NICHT SELBST VERSUCHEN  Rolleyes - sorry, das ist kein Laborplatz an dem man mal eben "lebenssicher" ausprobieren kann (unter Anleitung) - aber das hatten wir ja schon ausführlich und immer wieder...

https://de.wikipedia.org/wiki/Steinmetzschaltung

Viele Grüße
Holger
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#4
Das meinte ich! Wenn das nicht klar ist, wird die Berechnung des Kondensators wohl noch problematischer...
Desto mehr ich weiß, weiß ich, das ich nichts weiß!
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#5
@Holger
Seit heute Mittag ist ja ein wenig Zeit vergangen. Bin jetzt in sofern schlauer das ich folgendes weis bzw wir folgendes getestet haben

Auf die Steinmetzschaltung bin ich in der Zwischenzeit auch gekommen. Haben den Motor auch mal angeklemmt, nach dem Umstecken auf Dreiecksschaltung.

Von den Kabeln aus dem Bild ausgehend: Blau als Null, schwarz als Fase
Dann einmal Test mit braun nicht angeschlossen und einmal Test mit einem Kondensator zwischen Braun und Blau

Läuft beides, aber mit Kondensator hat der Motor augenscheinlich mehr Kraft, was auch den gefundenen Erklärungen entspricht. Ohne Kondensator ist vor allem das Problem das der Motor einmal rechts einmal inks herum läuft, je nach Position vom Rotor im Magnetfeld.

Da der angeschlossene Kondensator irgendwie nicht für den Motor ausgelegt war muss ich noch einen neuen besorgen und habe mal den hier rausgesucht. Ist ein bisschen größer von der Kapazität her wie er laut Formel sein müsste (60 vs 66 µF), sollte ja also passen

https://www.conrad.de/de/p/ftcap-sz33045...tDownloads

ob ich den Motor als Stern oder Dreieckschaltung betreibe muss ich mir nochmal anschauen, die beiden Arten haben ja jeweils Vor- und Nachteile
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#6
laut Wiki
"Richtwert von ca. 70 µF je 1 kW Motorleistung"
was genau ist an der Berechnung problematisch?

Schaltbilder sind im Artikel ja auch genug und auf Dreieck ist er ja schon.

mein beitrag hat sich etwas überschnitten.

aber die Elkos würd ich gleich vergessen.

oder gibt es jetzt auch welche für Wechselstrom?

das hat schon bei ganz kleinen ordentlich gerummst....

https://www.elektro-kahlhorn.de/betriebs...:::22.html
Gruß
Michael.

Mir ist klar dass die Stimmen in meinem Kopf nur mein schizophrener imaginärer Freund ist, aber er hat schon immer geile Ideen, meistens, manchmal, glaube ich.
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#7
Michael, du weißt selber, dass ein Richtwert keine Berechnung ist.
Und den Betrieb mit Elko würde ich gerne mal als Video sehen. Vor allem der Schreck, wenns richtig knallt. Es gibt ungepolte Elkos, aber das ist keiner, soweit ich das dem Datenblatt entnehmen konnte...

@Freak, Ein Drehstrommotor mit nur einer Phase betreiben, bringt gar nichts. Im Normalfall dürfte er nur brummen. er dreht zwar, wenn du ihn andrehst, hat aber kein Drehfeld. Der Kondensator ist zwingend erforderlich.
Und der Motor muss in Dreieck betrieben werden, das ist dem Typenschild ja zu entnehmen!
Desto mehr ich weiß, weiß ich, das ich nichts weiß!
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#8
Das wäre ein passender Kondensator: https://www.conrad.de/de/p/weltron-mk-80...99273.html
Desto mehr ich weiß, weiß ich, das ich nichts weiß!
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#9
worin liegt jetzt der Vorteil von dem von dir genannten Kondensator?
Mal abgesehen davon das er das dreifache kostet (und damit das doppelte vom Motor)

bzw anders formuliert: was spricht gegen den von mir genannten Kondensator, das habe ich an der Stelle noch nicht verstanden

Das mit der Sternschaltung und 230V ist nur aufgekommen, weil der Erklärung nach hier: https://info.elektro-kahlhorn.de/drehstr...schaltung/ geht das schon, ist nur mit einem deutlichen Leistungsverlust behaftet; zumindest haben wir das so verstanden. Aber sei es drum, Motor steht jetzt ja auf Dreieck und ich brauche halt noch einen passenden Kondensator
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#10
war ich zu undeutlich?
der vorteil und unterschied liegt darin dass er nicht explodiert.
und in der Größe möchte ich nicht im selben Raum sein wenn sein Überdruckventil versagt.
Gruß
Michael.

Mir ist klar dass die Stimmen in meinem Kopf nur mein schizophrener imaginärer Freund ist, aber er hat schon immer geile Ideen, meistens, manchmal, glaube ich.
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