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Wieviel Leistung braucht ein Tellerschleifer?
#1
Ich habe im Moment einen kombinierten Band/Tellerschleifer im Einsatz, so ein Billigding für um die 80 Euro mit 375 Watt Leistung. Beim Einsatz als Tellerschleifer (den Bandschleifer habe ich eigentlich nie wirklich benutzt), bleibt das Ding recht oft stehen und das nicht nur, weil ich zu fest drücke. Also brauche ich mehr Leistung (oder mehr Geduld, aber das wird nix mehr). Die Frage ist jetzt, wieviel ist nötig oder anzuraten? Ich bearbeite Holz und Metall, möchte auch mal ne Gehrung nachschleifen, sowohl in Massivholz, als auch in Stahlprofilen. Jetzt gibt es ja diese Holzmann (oder andere Hersteller) Tellerschleifer mit 550 Watt und 250 mm Scheibendurchmesser und die größeren mit 305 mm und 750-900 Watt.
Was meint Ihr? Merkt man den Unterschied zum 550 Watt Gerät oder bleibt der dann auch stehen? Von dem 305 mm Modell habe ich schon mehrmals gelesen, dass man den wohl kaum zum stehen bringt. Ist das bei dem 250 mm Modell auch so? Hat vielleicht mal jemand den direkten Vergleich gehabt?
Ich möchte natürlich weder zu viel Geld ausgeben, noch mich nach dem Kauf ärgern, dass das neue Gerät nicht viel besser ist, als mein bisheriges.
Das kleine Gerät könnte ich im Obi direkt kaufen (ca 100 Euro), das große muss ich mir schicken lassen (ca 200 - 250 Euro), was nicht so einfach ist, in die Packstation passt das Ding wohl nicht rein Wink
Fürs selber bauen hab ich leider im Moment nicht die Zeit, also kommt nur der Neu/Gebrauchtkauf in Frage.
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#2
Also von 150W mehr würde ich jetzt keine Wunder erwarten.
750W kriegt man auch zum stehen, dann aber nur mit sehr grobem Schleifpapier und entsprechendem Druck.
Zum Vergleich: Viele Winkelschleifer haben über 1000W Leistung bei deutlich kleinerer Scheibe.
 
Mehr ist natürlich immer besser, mit der 750W+ Variante bist du aber schon gut bedient.
Ist letztendlich eine Preisfrage.
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#3
Servus
jetzt nicht speziell zum Tellerschleifer
Meine eigene Erfahrung zu Bastlermaschinen oder was ordentlichem:
wer billig kauft, kauft teuer
Ich arbeite seit zig Jahren mit Holz und habe schon einige dieser Billigmaschinen, Werkzeuge, Vorrichtungen und  dergleichen entsorgt
Für was ordentliches muss man einfach Geld in die Hand nehmen, aber es zahlt sich aus

Gruß Anton
nur tote Fische schwimmen mit dem Strom
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#4
... wie so oft, LarsK, ist es natürlich auch von den Anwendungen abhängig (große Hartholzbalken mit Druck stellen etwas anderes dar als Balsaholzleisten aus dem Modellbau). Angel

"Im Allgemeinen" liegt meine Einschätzung auch bei einer "typischen" Grenze im Bereich 1000 Watt - 750 dürfte oft reichen, 2000 braucht es quasi nie (ausser bei den o.g. Balken mit viel Druck). die oft üblichen "Günstig-Maschinchen" mit 250 bis 400 Watt sind selten für den "normalen" Gebrauch, sondern wirklich eher für des Modellbau...

Und die "Billig gekauft ist zweimal gekauft" durfte ich schon viel zu oft am eigenen Geldbeutel erfahren. Man darf also gern auch zw. "billig" (im negativen Sinn) und "günstig/preiswert" (im positiven Sinn) unterscheiden. "Preiswert" ist dann evtl. auch "teuer", aber eben "den Preis wert". Nach vielen Enttäuschungen über die Jahrzehnte und in verschiedenen Produktbereichen spare ich notfalls etwas länger und kaufe schlicht Maschinen/Werkzeuge die auch Gewerbetreibende kaufen (würden) - nicht immer, aber doch oft. 

Ich habe heute noch eine Bosch mit Pneumatik und SDS - gekauft Mitte der 1980er - vom kargen Lohn in meiner Ausbildung - vorher ein Billigstheimer-20-DM-Modell das sich ach zwei oder drei Bohrungen gleich selbst mit Rauchfahne verabschiedete - ich dachte "reicht doch" ... Bin dann um die für mich teuerste Bosch geschlichen. Danach (und manchmal noch heute - z.B. beim Bohren in Stahlbeton habe ich ein großes Lächeln im Gesicht : Es ist fast als würde man in Holz bohren... TOLL.  Thumbs Up

Soweit meine Erfahrungen/Meinungen.

.
- - - Nachtrag: - - -
Ähnliches hatten wir u.a. im Verlauf der Thread "Band-Tellerschleifer" von Hans:
https://bastler-treffpunkt.de/thread-ban...9#pid61259
schau die dir Diskussion an - da ging es auch um "Leistungseinschätzungen"

VG
Holger
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#5
Es kommt drauf an was man schleifen will und bei welcher Körnung. Große Teile mit grober Körnung brauchen halt Leistung Wink. Ich hab mir selber einen gebaut, weil der Motor rum lag und ich nicht so viel Geld ausgeben wollte. Gibt auch einen Baubericht hier im Forum dazu. Der Motor hat glaube ich 1,3KW und wird von einem Frequenzumrichter geregelt damit ich eine Drehzahlsteuerung habe. Das nimmt ihm natürlich Leistung (vor allem weil er jetzt mit 230 statt 400V läuft), aber bei 1500 Umdrehungen muss ich schon ordentlich drücken damit der Teller stehen bleibt. Da brennt dann auch schon das Holz, da brächte mehr Leistung also auch nichts.
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#6
... ggf. etwas weniger Drehzahl? 1500 sind "normal" ...

Der Vorteil des Tellerschleifer ist natürlich das schon die Position (Innen oder Aussen) einen großen Geschrindigkeitsunterschied ausmacht - so kann man sofort variieren ohne die Hand vom Werkstück zu nehmen ;-)
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#7
Billiger und besser kommst Du nicht weg wenn Du dem Vorschlag von eldiablo folgst. Meine Wenigkeit hat das auch gemacht und ich bin voll zufrieden. Ich habe einer gebrauchten Drechselbank eine Planscheibe spendiert und habe somit einen mehr wie kräftigen Motor mit der zusätzlichen Option auch mal was zu drechseln. Wenig später habe ich einen Elektromotor mit Bohrerspindel auf der Welle in der Bucht erworben und zum Ersatzschleifer/Poliergerät umgebaut. Kosten Motor plus Holz für den Umbau und ein wenig Elektrokram 50 Euro.
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#8
(19.06.2020, 07:52)Bastelhorst schrieb: Billiger und besser kommst Du nicht weg...

Das hab ich mir eben damals auch gedacht. Ein Schleifer mit der Leistung die mein Motor hat wäre wohl recht teuer. Den Motor einzeln hätte ich mir aber nicht gekauft wenn er nicht rum gelegen wäre. Ohne das Teil hätte ich wohl einen aus einer Waschmaschine genommen. 

Wenn ich es ganz Verrückt haben will kann ich ihn jetzt mit ca. 3200 Umdrehungen laufen lassen. Dann kann man ihn zwar nicht mehr zum schleifen nehmen, aber Leistungsreserven sind ja nie was schlechtes  Big Grin.
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#9
also einen 300er bekommst schwieriger zum stehen, wenn du vorhast selbst zu bauen würde ich rund 1500w ansetzen.....
verglichen mit einer flex 125mm und stahlschruppscheibe, da schafft man es locker ne kleinere flex zu bremsen. natürlich nicht den dicken 1700w metabo, da kannst auch mit überdruck arbeiten......
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#10
(18.06.2020, 17:53)eldiablo85 schrieb: Es kommt drauf an was man schleifen will und bei welcher Körnung. Große Teile mit grober Körnung brauchen halt Leistung Wink. Ich hab mir selber einen gebaut, weil der Motor rum lag und ich nicht so viel Geld ausgeben wollte. Gibt auch einen Baubericht hier im Forum dazu. Der Motor hat glaube ich 1,3KW und wird von einem Frequenzumrichter geregelt damit ich eine Drehzahlsteuerung habe. Das nimmt ihm natürlich Leistung (vor allem weil er jetzt mit 230 statt 400V läuft), aber bei 1500 Umdrehungen muss ich schon ordentlich drücken damit der Teller stehen bleibt. Da brennt dann auch schon das Holz, da brächte mehr Leistung also auch nichts.



(vor allem weil er jetzt mit 230 statt 400V läuft), 

ist dein motor wirklich 400/660 ?  bei einem 230/400 würde ich das nicht verstehen.
Gruß
Michael.

Mir ist klar dass die Stimmen in meinem Kopf nur mein schizophrener imaginärer Freund ist, aber er hat schon immer geile Ideen, meistens, manchmal, glaube ich.
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