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Bau einer Hobelbank (Brainstorming erbeten)
#1
Hi,

nach diversen verworfenen und teilweise auch umgesetzten Ideen, wie ich meine Werkstatt so gestalte, dass ich alles unterkriege und trotzdem noch genug Platz habe, habe ich mich mal mit Sketchup beschäftigt und ein bisschen rumgetüftelt. Natürlich habe ich mir diverse Hobelbänke und Werkbänke angesehen, aber mir fehlt die Erfahrung abzuschätzen, ob ich an alles gedacht habe. Daher wäre ich für konstruktive Hinweise dankbar. Am Ende dieses Artikels schreibe ich auch noch ein paar konkrete Fragen auf.

Erstmal zu den räumlichen Bedingungen:
Der Raum hat die Maße 280x480 cm2 und ist knapp 2m hoch. Neben der neuen Hobelbank, muss noch eine Kappsäge (auf einem rollbaren Untergestell), eine schon bestehende Werkbank und ein Werkzeugschrank reinpassen. Hier die Skizze des Raums:
   
Der Kasten oberhalb des grünen Werkzeugschranks ist ein Netzwerkschrank.

Die Hobelbank ist so dimensioniert, dass an allen Seiten ca. 85cm Platz bleibt. Zwichen Hobelbank und Werkzeugschrank sind es sogar knapp 100cm. Damit habe ich eine Tischfläche von 220x110 cm2 bei einer geplanten Höhe von ca. 90cm.

Nun zum eigentlichen Projektinhalt: Die Hobelbank.
   
Die Eck- und Mittelpfosten sollen aus 10x10cm KVH entstehen. Die Querträger sind mit 78x78mm KVH etwas kleiner dimensioniert. Die Arbeitsplatte wird aus 40mm starkem Leimholz bestehen (vermutlich Buche). Auf der gezeigten Seite der Hobelbank würde ich 6 Schubladen einbauen wollen, die hauptsächlich Schrauben und anderes Verbrauchsmaterial bereithalten sollen. Die obersten beiden Schubladen sind keine echten Schubladen, sondern einfach Bretter mit einer Frontblende, die alles, was durch die Löcher der Arbeitsplatte fällt, auffangen sollen.

Hier zwei Detailansichten von der Eckverbindung und dem unteren Querträger:
       

In die Hobelbank wird auch eine Tischkreissäge integriert werden:
   
Die TKS steht auf höhenverstellbaren Füßen, um sicherzustellen, dass die TKS-Oberkannte mit der Arbeitsplatte bündig ist. Die TKS wird mit ausgezogenen Seitenteil eingebaut, da ich einen schon bestehenden Oberfräseneinsatz mit verbauen möchte. Das ist in den Skizzen nicht zu sehen.

Auf der anderen Längsseite habe ich größere Schubladen eingplant, um auch etwas größere Geräte verstauen zu können:
   
Hinter den Flügeltüren verbirgt sich meine Absaugeinheit:
   
Der Plan ist, die Verrohrung in einem Bogen unter die Hobelbank zu führen und über Blast Gates abgetrennte Anschlüsse für die TKS und die Oberfräse zu schaffen. Vermutlich werde ich auch noch je einen Anschluss auf den Längsseiten machen, um Handgeräte anzuschließen. An den Wänden der Werkstatt gibt es bereits ein bestehendes Rohrsystem. Das werde ich über einen Schacht im Werkstattboden mit den Rohren der Hobelbank verbinden. Eine Stromleitung wird dort ebenfalls integriert.

Man sieht das in Ansätzen in der folgenden Ansicht:
   
Der Kasten ist der Zyklonbehälter. Den baue ich so ein, dass die Öffnungsklappe nach außen zeigt.

Das ist es eigentlich schon. Ich gebe zu, dass das Projekt an einigen Stellen etwas jenseits meiner Fähigkeiten liegt, aber es reizt mich, die Hobelbank zu bauen.

Zu meinen Fragen:
1) Aus dem Gefühl heraus, würde ich eigentlich noch kurze Querträger an den schmalen Seiten der Werkbank machen. An der Seite der Absauganlage, ginge das aber nur in einer Höhe von rund 38cm. Beim Mittelträger könnte ich gar keinen Querträger einbauen, weil ich sonst mit meinen Rohren nicht zur TKS käme. Und an der TKS-Seite ginge der Querträge nur dann, wenn ich Schublade um 90° drehe.
Aber brauche ich die Querträger überhaupt?

2) Welche Features würdet Ihr anders machen oder noch hinzufügen? Viele haben z.B. eine umlaufende T-Nut-Schiene. Das wäre etwas, dass ich auch später noch nachrüsten könnte. Was fehlt sonst noch?

Schreibt bitte, was Euch so einfällt. Ich habe da jetzt so lange dran rumgebastelt, dass ich etwas betriebsblind geworden bin und gar nicht mehr sagen kann, ob ich mich hier in was verrenne oder ob das ein vernünftiger Ansatz ist.



Viele Grüße
Sascha
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#2
hallo.

ich würde den kasten der säge auf jedenfall schließen und eine belüftungsöffnung einbauen, da diese montagesägen trotz absaugung meistens noch gut rumstauben, da du die oberfräse mit einlassen wolltest dürfte das ja eh auf dem plan stehen.

zwischen absaugung und schubladen würde ich noch eine verstrebung einplanen. und zu überlegen wäre die staubladen zu lassen und stattdessen eine dünne platte von unten auf der konstruktion zu verschrauben die dann eine art abgetrenntes staubfach ergibt, da der entstehende dreck dann in diesem fach bleibt und nicht durch die staubladen zum teil auf dem boden landet. die obere platte müsste man dann abnehmbar gestalten (holzdübel o.ä.) einseitig eingeleimt. oder leicht in die unterkonstruktion eingelassen (balken und platte gefalzt)
eine umlaufende t-nut schiene würde ich direkt im bau miteinplanen, nachträglich fräst sich sowas nur noch sehr mühselig oder wird dann aufgrund des aufwandes gelassen.
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#3
Gesetzt den Fall, der in Bild 8 dargestellte Bogen der Absaugung verstopft, was dann? Es ist immer unvorteilhaft, den Absaugkanal zu verbauen.
______________________________________________
sägen - messen - fluchen - nochmal machen
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#4
Hallo Sascha,

joah, ein ambitioniertes Unternehmen. Das steht mir auch bevor. Dazu zunächst einmal viel Erfolg.

Unser Keller hat etwa leicht andere Dimensionen wie Dein Raum (3,40m x 4,25m). Meine Überlegung geht dahin, zwei mobile Werkbänke (1,60m x 0,60m) zu bauen, die ich zusammen mit dem mobilen TKS-Tisch (120 x 0,80) mittels Riegeln oder Schnappverschlüssen zu einer großen Werkbank verbinden kann. Die wäre dann mit 2,20m x 1,20m ähnlich groß, wie Dein Tisch. Andererseits lassen sich die Einzelteile entlang der Wände verteilen. Damit ist man viel flexibler.

   
Große Werkbank in der Mitte

   
Werkbank entlang der Wand

Zur Mobilität der Tische habe ich in youtube diese Möglichkeit gefunden.

   

Die halte ich für nicht so schwierig zu realisieren. Die grünen Platten mit den Rollen sind mit Schanieren am Rahmen so befestigt, dass bei waagerechter Lage die Rollen etwa 5 mm unterhalb des Tisches sind. In Normallage stehen die Platten  leicht schräg nach oben und lassen sich mit der roten Pedalstange nach unten treten und feststellen. Nachteil ist hierbei allerdings, dass man unten nicht unerheblich an Raum verliert. Etwa eine Schublade fällt unten weg.

Bei der Wekbank wäre noch zu überlegen, ob man die Tischplatte etwa 3 - 5 cm überstehen lässt. So kann man mit einer Zwinge mal eben schnell ein Werkstück an der Kante fixieren.

Gruß
Andreas
Liebe Grüße
Andreas


Man kann es gar nicht vermeiden täglich hinzuzulernen!

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#5
Hallo,
vielleicht ist es mit dem Zeichenprogramm schwer darzustellen,
oder hast Du evtl dabei nicht bedacht wie Du mit dem Paralllanschlag
der Säge umgehen möchtest. Oder verzichtest Du darauf?
Die Platte der Bank dürfte dann vorne an der Säge nicht durchgehend sein.
Ebenfalls benötigst Du am Ende der Säge genügend Platz um ihn einzuhängen
und schieben zu können.
Die Idee mit der Lade zum auffangen unter der Lochplatte ist gut, habe ich bei
meiner sehr ähnlichen Werkbank auch umgesetzt und möchte ich nicht missen.

Gruß
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#6
Ich will deine Hobelbank jetzt nicht schlecht reden und ich weiß nicht was du alles bearbeiten willst, aber eine Hobelbank sieht eigentlich anders aus und bietet jede Menge Funktionen, die dir deine Werkbank nicht bietet. Meine Werkbank ist ähnlich deiner und ich vermisse hier und da beim Basteln die Möglichkeiten einer richtigen Hobelbank mit den entsprechenden Fixiermöglichkeiten. Vielleicht solltest du dir überlegen ob du nicht sowas auch noch mit einplanen willst?

Gruß Marcel
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#7
Ich bin momentan so weit mit der Planung, ich habe auch nur 3 x 4m Platz, vielleicht kann jemand daraus Schlüsse ziehen mit seiner Planung. Wo bei ich 2 Türen habe und 2 Fenster:
           
Bin momentan dazu geneigt die Fräse in die GTS ein zu bauen um Platz zu sparen!
LG Hans
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#8
(11.02.2018, 17:06)Obelix schrieb: Gesetzt den Fall, der in Bild 8 dargestellte Bogen der Absaugung verstopft, was dann? Es ist immer unvorteilhaft, den Absaugkanal zu verbauen.
zumindestens wäre es sinnvoll statt dem 90° bogen zwei 45° bögen zu nehmen. 

(11.02.2018, 20:01)Ma-hop schrieb: Ich will deine Hobelbank jetzt nicht schlecht reden und ich weiß nicht was du alles bearbeiten willst, aber eine Hobelbank sieht eigentlich anders aus und bietet jede Menge Funktionen, die dir deine Werkbank nicht bietet. Meine Werkbank ist ähnlich deiner und ich vermisse hier und da beim Basteln die Möglichkeiten einer richtigen Hobelbank mit den entsprechenden Fixiermöglichkeiten. Vielleicht solltest du dir überlegen ob du nicht sowas auch noch mit einplanen willst?

was fehlt dir denn explizit? schraubzange und die möglichkeit mit benchdogs zu arbeiten wurde ja anscheinend bereits eingeplant. stimmt die löcher im schraubstock fehlen noch....

(11.02.2018, 17:30)Das Holzwollschnitzelwerk schrieb: Bei der Wekbank wäre noch zu überlegen, ob man die Tischplatte etwa 3 - 5 cm überstehen lässt. So kann man mit einer Zwinge mal eben schnell ein Werkstück an der Kante fixieren.

Thumbs Up würde ich auch zumindestens auf zwei seiten so einplanen
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#9
Ich habe oben einen Überstand der Tischplatte vorgeschlagen. Dabei habe ich übersehen, dass das schnelle Fixieren von Werkstücken fast überall am umlaufenden Rahmen ja auch geht.

Die TKS würde ich direkt vorn an der Tischkante einsetzen. Ebenso müste hinter der TKS ein Spalt in der Tischkplatte bleiben, sonst ist der so viel gelobte Parallelanschlag gar nicht nutzbar. Andernfalls müsste man einen komplett neuen Parallelanschlag bauen, wie Woody 1970 das für seinen TKS-Tisch getan hat . Die Plattenkante hinter der TKS würde ich abrunden, damit lange Werkstücke besser darauf ablaufen können.
Liebe Grüße
Andreas


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#10
Hallo,

schonmal vorab vielen Dank für Eure vielen Anregungen. Da sind einige gute Tipps für mich drin. Hier im Rheinland ist gerade Ausnahmezustand, daher werde ich erst in den nächsten zwei Tagen detalliert antworten können.

Sascha
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