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Zyklonabscheider funktioniert nicht richtig
#21
Hallo und danke für eure Antworten.

Ja, das Faß war ja vorher selbst der Zyklon und mit dem Deckel war das auch dicht.
Ich versuche es trotzdem mal mit einer neuen Abdichtung.
Aber dass das so einen Unterschied zu vorher macht.....?

Hab da auch was gelesen von geringster Undichtigkeit, wodurch sich ein Wirbel nach oben bilden kann.
In meinem Fall dann ein recht großer Wirbel.

Die OSB Platte ist 22mm stark und der Zyklon, der ja von oben eingeschraubt wurde, bzw. das nach unten gehende Rohr schaut nicht über/unter der Platte raus. Vielleicht dass es da an der Kante zu großen Verwirbelungen kommt?
Ich schau mir das mal an. Ich kann es mir nur schlecht vorstellen, weil es so massiv schlechter als vorher ist.
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#22
Hallo, ich habe einen ähnlichen Aufbau (bei Gelegenheit stelle ich mal Bilder vor) mit einer Absaugtonne und einem 60L Fass mit einem bauähnlichen Zyklon drauf. Das Zeug nutze ich vorrangig an der Handkreissäge und zum Schleifabsaugen bei meinem 150mm GEX.

Es hat mir lange Zeit mal sehr gute bis sehr schlechte Dienste geleistet und ich habe nicht herausbekommen, woran es lag. Veränderliche Ergebnisse bei gleichem Setup verwirren immer sehr. Bis ich das Teil mal mit Y-Stück unter der GTS10XC stehen hatte bei einem Ausbauprojekt und extrem gute Absaugergebnisse bekam. Also hab ich rumgespielt und mehr zufällig den Fehler gefunden, als ich ein Stock mit Bindfäden mal zur Luftillustration in einem halbtransparenten Schlauch zwischen Zyklon und Tonne gehalten habe.

Analyse:
Ich hatte den maximal größten Schlauch (waren glaub ich 100mm oder leicht darunter) zwischen Absaugtonne und Zyklon. Kurz vor dem Zyklon erst den Adapter von der Größe auf den kleineren Zyklondurchmesser.

Sowas habe ich an anderer Stelle, an denen ich mich in der Vergangenheit schon zu Absaugsystemen ausgeschrieben hab, immer abgeraten. Meine Begründung dafür ist das dann auftretende Venturi-Prinzip, bei dem es u.a. bei Querschnittvergrößerungen in Richtung Absaugziel zu Strömungsverlangsamungen kommt und dementsprechend auch zum Absetzen von Material.

Hier habe ich aber noch einen anderen Effekt entdeckt: Um den in der Mitte der Tonne hängenden Filter zu schonen, hat die Schlauchdurchführung in die Tonne einen Abweiser innen, d.h. der Luftstrom wird innen scharf umgelenkt an die Tonnenwand. Das kann nur zur Filterschonung geplant sein, sollte das zu einer Rotation gedacht sein, wäre die Tonneneinführung mehr tangential sinnvoll gewesen, wie es z.B. Record Power bei den Absaugtonnen zeigt.

Zurück zu meiner Tonnen-/Schlauchkombination: Durch die Umlenkung entstand, neben einem Leistungsverlust, auch eine Luftverwirbelung, deren Rotation sich durch den breiten Schlauch bis zum Zyklon fortsetzt. Sehr mir nach, dass ich da keine Studie draus gemacht habe, jedenfalls habe ich zunächst testweise ein Zwischenstück eingesetzt, das mit provisorischen Flügeln der Rotation entgegenwirken sollte. Das verbesserte das Ergebnis schon deutlich und die Rotation wurde gebrochen. Wie sich das nun in den Zyklon und dessen unten befindliche Abscheidetonne fortsetzt, keine Ahnung. Aber offenbar stört diese nachgelagerte Rotation die Zyklonsrotation und dementsprechend auch deren Abscheidewirkung. WIe ich bereits mal geschrieben habe: Der Zyklon benötigt einen gleichmäßigen Luftstrom, um sauber arbeiten zu können. Unterbrechungen oder starke Schwankungen im Luftstrom lassen den "Tornado" zusammenbrechen und dementsprechend auch die Abscheideleistung.

Lösung:
Da das beschriebene Flügelelement brauchte ich woanders und da es auch schlecht in das System integrierbar war, habe ich nun den Schlauch gleich an der Tonne reduziert und einen 60 oder 70mm Schlauch bis zum Zyklon angeschlossen - das klappt perfekt. Offenbar war die Strömungsleistung von 50 auf 100mm do langsam im letzten Schlauchstück, dass dort eine solche ungünstige Strömung auftreten konnte.

Was noch den verwirrenden Effekt mit der mal guten und schlechten Leistung angeht:
Es handelt sich um mein mobiles System, das ich auch mal versetze, umstecke oder mit auf eine Baustelle außer Haus nehme. Dann liegen, je nach Begebenheiten, die Rohre unterschiedlich. Dadurch war der Strömungseffekt im Rohr mal stärker oder mal überhaupt nicht ausgeprägt. Mit dem 60mm Schlauch ist es gleich, da ist das Ergebnis konstant.
Vorsicht ist keine Feigheit, und Leichtsinn kein Mut!

Ich hab auch schon Fehler gemacht. Das passiert jedem mal. Wichtig ist, dass man daraus lernt!
...und Zeugen beseitigt ...und umzieht!
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#23
(12.11.2020, 10:28)FrankR schrieb: Hallo und danke für eure Antworten.

Ja, das Faß war ja vorher selbst der Zyklon und mit dem Deckel war das auch dicht.
Ich versuche es trotzdem mal mit einer neuen Abdichtung.
Aber dass das so einen Unterschied zu vorher macht.....?

Hab da auch was gelesen von geringster Undichtigkeit, wodurch sich ein Wirbel nach oben bilden kann.
In meinem Fall dann ein recht großer Wirbel.

Die OSB Platte ist 22mm stark und der Zyklon, der ja von oben eingeschraubt wurde, bzw. das nach unten gehende Rohr schaut nicht über/unter der Platte raus. Vielleicht dass es da an der Kante zu großen Verwirbelungen kommt?
Ich schau mir das mal an. Ich kann es mir nur schlecht vorstellen, weil es so massiv schlechter als vorher ist.

Kurz (weil bereits viel&oft diskutiert - Foren-Suche hilft für Details):

- ja, bereits eine "geringste" Undichtigkeiten führt dazu das die physikalischen Eigenschaften nicht mehr richtig funktionieren (wie ein "kleiner Kurzschluss"  Angel )

- OSB ist nicht Luftdicht

VG
Holger
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#24
Hallo,
ich hab die letzten mehrere Tage gar nichts gemacht und nur sporadisch was gesägt oder geschliffen usw., um die "Optimierung", die ich vorgenommen hatte, zu testen.

1. Ich habe den OSB-Deckel mit Acrylfarbe 3x gestrichen und so jede OSB-Undichtigkeit beseitigt.
2. Ich habe den Zyklon mit Maler-Acryl rundum abgedichtet.
3. Ich habe den OSB-Deckel an der kreisrunden Ausfräsung für die Tonne mit einer Schicht Acryl "benetzt", damit sich das richtig wie ne Gummidichtung anschmiegt und unter Festpressung verdichtet.

....also wohl jegliche Undichtigkeit beseitigt.


Was soll ich sagen? Es hat funktioniert Thumbs Up Smile 
Hätte ich natürlich nicht gedacht.

Nach einigen Saugtests sieht man nur marginal einige wirklich ganz feine Staubspuren im Saugerbehälter.
Das mit dem Ableitblech oder Fläche versuche ich auch mal, damit der Filter ansich sauberer bleibt. Ich bin aber auch so schon zufrieden.
Der Zyklon arbeitet echt gut.

Die Absaufleistung ist super und zieht die Tonne dauernd zusammen. Da muss ich noch was tun. Ich lasse teils eine DN50 Leitung für die Bohrmaschine z.B. offen oder halb offen, wenn ich mit der anderen DN50 Absaugung arbeite, damit der Sog nicht so brachial ist.
Also die 1100 Watt ziehen schon stark.

Danke für die (wohl schon uralten) Tips, die der geneigte Bastler immer wieder vergisst oder nicht beachtet.
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#25
Toll das du nun eine Lösung hast!

... und "ja" - auch gut 1000 Watt sollten ausreichen: Unser aktueller Staubsauger hat eher auch nur ca 1.000 Watt, saugt aber deutlich besser als der vorherige mit 2.300 Watt - Vorwerk hat schon lange bautechnisch die Dichtigkeit besser gelöst als andere Hersteller...
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#26
....die guten alten Vorwerk.....
Da hab ich noch nen Kobold von meiner Mutter. Der war mechanisch etwas lädiert. Hab ihn repariert und das Ding saugt wie neu.
Der ist aber neben meinem Roboter das Backup für schwierigere Fälle in der Wohnung.
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#27
... VT270 - ca 5 Jahre alt (gibt mittlerweile ein neueres Modell) 
und n VR300 Saugroboter - ca 1 Jahr alt: 
Hundehaare automatisch ade  Angel
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